Der österreichische Energiekonzern OMV hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und sie erzählen eine Geschichte des Wandels. Die Chemiesparte hat das schwächelnde Ölgeschäft als wichtigsten Gewinntreiber abgelöst. Wie nachhaltig diese Transformation ist, wird sich am 9. April zeigen, wenn OMV das erste Trading Update des laufenden Jahres präsentiert.

Chemie springt ein, Öl schwächelt

Das bereinigte Nettoergebnis von 1,94 Milliarden Euro übertraf den Analystenkonsens um drei Prozent – trotz erheblichem Gegenwind im klassischen Energiesegment, das einen Rückgang von 29 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro verbuchen musste. Niedrigere Rohstoffpreise und rückläufige Absatzmengen belasten das Ölgeschäft spürbar.

Den Ausgleich schuf die Chemicals-Division: Ihr operatives Ergebnis stieg um 71 Prozent auf 784 Millionen Euro. Treiber waren die Umgliederung der Borealis Group sowie verbesserte Olefinmargen. Die europäischen Steam Cracker liefen mit einer Auslastung von 82 Prozent – zehn Prozentpunkte über dem europäischen Branchendurchschnitt.

Dividende neu strukturiert, Strategie klar signalisiert

Für 2025 schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor, bestehend aus einer regulären Ausschüttung von 3,15 Euro und einer Zusatzdividende von 1,25 Euro. Es ist die vierte aufeinanderfolgende Erhöhung; die reguläre Dividende ist in diesem Zeitraum um mehr als 30 Prozent gestiegen. Die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 muss noch zustimmen.

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Ab 2026 gilt eine neue Berechnungslogik: Die Ausschüttung ergibt sich aus 50 Prozent der Dividenden der Borouge Group International (BGI) plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows. Die Aktionärsrendite wird damit explizit an die Chemie gekoppelt – ein klares Bekenntnis zur neuen Konzernstrategie.

Zur BGI: Das Joint Venture mit ADNOC, das OMV zum viertgrößten Polyolefin-Produzenten weltweit macht, soll noch im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. OMV erwartet daraus ab 2026 jährliche Dividenden von mindestens einer Milliarde US-Dollar.

Solide Basis, ambitionierte Projekte

Die Bilanz gibt der Strategie Rückhalt: Bei einem operativen Cashflow von 5,2 Milliarden Euro liegt die Gearing Ratio bei lediglich 14 Prozent. Das laufende Effizienzprogramm „Revo" hat bereits 350 Millionen Euro zum Cashflow beigetragen; bis 2027 sollen rund 400 Millionen Euro Kosten eingespart werden. Hinzu kommen das Gasprojekt Neptun Deep, das 2027 in Produktion gehen soll, sowie eine grüne Wasserstoffanlage mit 140 Megawatt Kapazität.

Die Aktie spiegelt die positive Stimmung wider: Sie notiert nahe ihrem Dreijahreshoch von 57,45 Euro vom 2. März 2026 und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 29 Prozent zugelegt. Für 2026 plant OMV konservativ – mit einem angenommenen Brent-Preis von 65 US-Dollar je Barrel. Das Trading Update am 9. April wird zeigen, ob der Chemie-Schwung auch im laufenden Quartal anhält.

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