OHB Aktie: Strategische Mond-Offensive
Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB SE untermauert seine Wachstumsambitionen mit einem konkreten Schritt in Richtung lunarer Infrastruktur. Mit der Gründung der European Moonport Company setzt das Unternehmen auf die Kommerzialisierung von Mondmissionen und stärkt gleichzeitig seine Position im institutionellen Markt. Doch wie realistisch sind die damit verbundenen Umsatzziele bis 2028?
- Neues Standbein: Gründung einer Tochtergesellschaft für Mond-Logistik in Oberpfaffenhofen.
- Starke Prognose: Umsatz soll bis 2028 auf über 2 Milliarden Euro steigen.
- Rekordbestand: Auftragsbücher mit über 3 Milliarden Euro so voll wie nie zuvor.
Die am vergangenen Mittwoch gegründete European Moonport Company soll als Innovationszentrum fungieren und sämtliche Mond-Aktivitäten des Konzerns bündeln. Besonders interessant ist hierbei die Kooperation mit Munich Airport International. Ziel ist die Entwicklung einer Start- und Landeeinrichtung auf dem Mond – ein logistisches Drehkreuz, das die Basis für ein künftiges Wirtschaftsökosystem im All bilden könnte.
Fundament für ambitionierte Wachstumsziele
Dieser operative Schritt erfolgt nicht im luftleeren Raum, sondern flankiert die aggressiven Wachstumsziele, die das Management am 20. Januar auf dem Capital Market Day präsentierte. Die OHB SE plant, ihre Gesamtleistung von rund 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf über 2 Milliarden Euro im Jahr 2028 zu steigern. Gleichzeitig soll die Profitabilität zulegen: Die EBITDA-Marge wird mittelfristig bei über 12 Prozent erwartet.
Diese Zuversicht stützt sich auf harte Fakten aus dem operativen Geschäft. Die jüngsten Neunmonatszahlen für 2025 zeigten bereits einen Umsatzsprung von 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim operativen Ergebnis (EBIT) aus, das um 32 Prozent auf 46,0 Millionen Euro kletterte.
Volle Auftragsbücher sichern Auslastung
Der entscheidende Treiber für die künftige Entwicklung ist der prall gefüllte Auftragsbestand. Dieser durchbrach zum 30. September 2025 erstmals die Marke von 3 Milliarden Euro – ein Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Verantwortlich dafür sind primär institutionelle Auftraggeber wie die ESA und die Europäische Union, deren Budgets für Raumfahrt und Verteidigung tendenziell steigen. OHB profitiert hier direkt als Hauptauftragnehmer für alle 34 Galileo-Navigationssatelliten und durch neue Verträge wie die Harmony-Mission oder Subsysteme für den Argonaut-Mondlander. Diese staatlich finanzierten Großprojekte bieten dem Unternehmen eine hohe Planungssicherheit über Jahre hinweg.
Am 19. März 2026 wird OHB den vollständigen Jahresabschluss für 2025 vorlegen und zeigen müssen, ob die Dynamik des dritten Quartals bis zum Jahresende aufrechterhalten wurde.
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