OHB schärft seine Position im europäischen Mondprogramm – und setzt dafür eine neue Tochter in Bayern auf. Mit der „European Moonport Company“ will der Konzern künftige Mondaktivitäten bündeln und ein Innovationszentrum für kommende Missionen etablieren. Doch was steckt hinter dem Moonport-Konzept, das OHB dazu gleich mitliefert?

Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Neue Tochter: European Moonport Company (vorgestellt am 4. Februar)
- Standort: Oberpfaffenhofen bei München
- Konzeptpartner: Munich Airport International (Moonport-Grundkonzept)
- Auftragseingang 2025: rund 2,1 Mrd. Euro (+24%)

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Moonport als Infrastruktur-Idee

Die neue Gesellschaft soll als Klammer für OHBs Mondaktivitäten in Bayern dienen. Vorgestellt wurde sie in Oberpfaffenhofen – im Beisein von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Inhaltlich setzt OHB auf ein konkretes Infrastruktur-Thema: Zusammen mit Munich Airport International entstand ein erstes Konzept für eine zentrale Start- und Landeeinrichtung auf der Mondoberfläche. Ein solcher „Moonport“ wäre als Knotenpunkt gedacht – für Logistikflüge und auch für bemannte Raumfahrzeuge. Die Botschaft: Wer dauerhaft zum Mond will, braucht verlässliche Abläufe und Infrastruktur.

Europa will unabhängiger werden

Der Schritt fällt in eine Phase, in der der Mond geopolitisch an Bedeutung gewinnt. Die USA, China und Indien treiben ihre Programme voran. Europa arbeitet parallel daran, eigene Fähigkeiten für eine langfristige und unabhängige Präsenz aufzubauen.

Rückenwind kommt aus der ESA-Finanzierung: Bei der ESA-Ministerratstagung im November 2025 beschlossen die Mitgliedsstaaten ein Gesamtbudget von 22,1 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Deutschland übernimmt dabei eine führende Rolle und bleibt mit über 5 Milliarden Euro größter Beitragszahler. Für OHB ist das Umfeld damit klar umrissen: europäische Programme, steigender Wettbewerb – und der Anspruch, technologisch nicht nur Zulieferer zu sein.

Wachstumsausblick und operative Kennzahlen

Bereits auf dem Capital Market Day im Januar hatte OHB den Wachstumsausblick bis 2028 angehoben. Für 2026 stellt der Konzern eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11% in Aussicht. Für 2027 werden 1,7 Milliarden Euro erwartet, für 2028 mehr als 2 Milliarden Euro.

Operativ zeigte 2025 ebenfalls Dynamik: Der Auftragseingang stieg im Gesamtjahr um 24% auf rund 2,1 Milliarden Euro. Mittelfristig peilt OHB im Schnitt rund 3 Milliarden Euro Auftragseingang pro Jahr an. In den ersten neun Monaten 2025 kletterte die Gesamtleistung auf 863,5 Millionen Euro (+21%), das EBITDA auf 75,5 Millionen Euro (nach 62,4 Millionen Euro). Der Auftragsbestand überschritt erstmals 3 Milliarden Euro und lag bei 3,117 Milliarden Euro.

Am 19. März legt OHB den Jahresabschluss 2025 vor und präsentiert die Ergebnisse – am 7. Mai folgen die Q1-Zahlen 2026, die Hauptversammlung ist für den 24. Juni angesetzt.

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