Der größte europäische Autobauer vollzieht im wichtigsten Einzelmarkt einen bemerkenswerten technologischen Schnitt. Mit dem jüngsten Produktionsstart des neuen Elektro-SUV ID.UNYX 08 in China verabschiedet sich Volkswagen von westlicher Halbleitertechnologie und setzt stattdessen voll auf lokale Partner. Dieser Schritt markiert den Versuch, die verlorene Dominanz im Reich der Mitte mit drastisch verkürzten Entwicklungszeiten zurückzuerobern.

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Abschied von Nvidia

Die klare Absage an bisherige Standard-Zulieferer formulierte Thomas Ulbrich, Technikchef von VW China, unmissverständlich: Es gebe keinen Grund, an Nvidia festzuhalten. Stattdessen rollt das neue Modell aus dem Gemeinschaftswerk in Hefei mit dem "Turing"-Chip des Kooperationspartners Xpeng sowie LFP-Batterien von CATL vom Band. Der Strategiewechsel zeigt bereits erste Effekte bei der Geschwindigkeit. Die Serienreife des ID.UNYX 08 wurde in lediglich 24 Monaten erreicht – ein Tempo, das auf dem schnelllebigen asiatischen Markt zwingend erforderlich ist, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Aufholjagd unter Druck

Die Eile ist berechtigt. Nach einem Jahrzehnt der Marktführerschaft ist Volkswagen in China hinter lokale Konkurrenten wie BYD und Geely auf den dritten Platz abgerutscht. Dass der Konzern dringend positive Impulse benötigt, spiegelt sich auch an der Börse wider: Bei einem aktuellen Kurs von 87,28 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 17,74 Prozent. Um den Abwärtstrend operativ zu stoppen, plant das Management allein für das laufende Jahr die Einführung von 20 neuen Modellen mit Batterie- oder Hybridantrieb auf dem chinesischen Markt. Bis 2030 sollen es sogar 50 neue Fahrzeuge werden, wovon der Großteil rein elektrisch angetrieben wird. Langfristig arbeitet Volkswagen zudem mit Horizon Robotics an einem eigenen, fortschrittlichen Automotive-Chip.

Ob diese massive Produktoffensive in einem von Preiskämpfen und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld das anvisierte Konzern-Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent sichern kann, erfordert zeitnahe Belege. Erste konkrete Hinweise auf die finanzielle Wirksamkeit der beschleunigten China-Strategie liefert der Autobauer am 30. April 2026 mit der Veröffentlichung des Zwischenberichts für das erste Quartal.

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