Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB SE liefert Investoren gleich zwei fundamentale Gründe für eine Neubewertung der aktuellen Lage. Neben einer offiziellen Bestätigung von Kooperationsgesprächen mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall hob das Management die mittelfristigen Wachstumsziele deutlich an. Diese strategische Neuausrichtung hin zum Verteidigungssektor zielt auf eine massive Umsatzsteigerung bis 2028 ab.

Bestätigung treibt Fantasie an

Nach diversen Marktgerüchten schaffte OHB am 26. Januar per Ad-hoc-Mitteilung Klarheit: Das Unternehmen befindet sich in konkreten Gesprächen mit der Rheinmetall-Gruppe. Ziel der angestrebten Kooperation ist eine gemeinsame Positionierung bei öffentlichen Beschaffungsprozessen.

Obwohl Details zur genauen Struktur der Partnerschaft noch ausstehen, markiert dieser Schritt eine strategische Wende. Der Verteidigungsmarkt wird vom Management explizit als wachsendes Geschäftsfeld identifiziert, was die Abhängigkeit von reinen Raumfahrtbudgets der ESA verringern könnte.

Zahlenwerk deutlich optimistischer

Untermauert wird die operative Zuversicht durch den am 20. Januar abgehaltenen Capital Market Day. Der Vorstand korrigierte die Prognosen für die kommenden Jahre nach oben. Für das Jahr 2028 plant der Konzern nun mit einer Gesamtleistung von über 2 Milliarden Euro. Gleichzeitig soll die Profitabilität steigen: Die Zielmarke für die EBIT-Marge liegt für diesen Zeitraum bei über 9 Prozent.

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Basis für diesen Optimismus ist ein starkes Geschäftsjahr 2025. Der Auftragseingang kletterte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Mittelfristig strebt OHB an, diesen Wert auf durchschnittlich 3 Milliarden Euro pro Jahr zu steigern, getrieben durch höhere Budgets der Europäischen Union und nationale Verteidigungsausgaben.

Börsennotierung bleibt bestehen

Für Klarheit sorgte der Vorstand auch bezüglich der Struktur des Unternehmens. Spekulationen über ein mögliches Delisting erteilte die Führungsetage eine Absage. Der Rückzug von der Börse ist derzeit nicht geplant, da wichtige Auftraggeber die Transparenz einer Notierung schätzen.

Gleichzeitig liefert das operative Geschäft Erfolgsmeldungen: Der Wettersatellit MTG-S1 sendet seit dem 27. Januar erste Daten aus dem Orbit. Dies unterstreicht die technische Leistungsfähigkeit der OHB System AG im Kerngeschäft, während parallel die neuen Geschäftsfelder erschlossen werden.

Am 19. März 2026 folgen die finalen Geschäftsjahreszahlen für 2025. Dann wird sich zeigen, ob die operative Basis stark genug ist, um die ambitionierten Wachstumsziele bis 2028 ohne Verzögerung in Angriff zu nehmen.

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