OHB SE Aktie: Delisting im Fokus
Der Raumfahrtkonzern OHB steht vor einem entscheidenden Monat: Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR wartet der Markt gespannt auf Klarheit über Delisting-Pläne und Wachstumsstrategie. Der Kapitalmarkttag am 20. Januar 2026 soll genau diese Fragen beantworten – und könnte damit zur Weichenstellung für die Aktie werden. Hintergrund ist eine Kombination aus strategischem Umbau und robusten operativen Zahlen.
KKR-Einstieg und Delisting-Pläne
Die Neuausrichtung von OHB ist eng mit dem Einstieg von KKR verknüpft. Der US-Investor hat über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot eine bedeutende Minderheitsbeteiligung aufgebaut, während die Gründerfamilie Fuchs weiterhin die Kontrolle behält.
Ziel der Partnerschaft ist ein Delisting der Aktie, also der Rückzug von der Börse, um die langfristige Wachstumsstrategie ohne den Druck des Kapitalmarkts umzusetzen. Die regulatorischen Freigaben für die Transaktion liegen vor. Gleichzeitig deutet sich jedoch an, dass die Notierung möglicherweise das gesamte Jahr 2025 über bestehen bleiben könnte – ein Punkt, zu dem der Markt vom Management nun konkretere Aussagen erwartet.
Kapitalmarkttag als Taktgeber
Der Capital Market Day am 20. Januar 2026 bildet den zentralen nächsten Katalysator. Investoren erhoffen sich dort einen klaren Fahrplan zur künftigen Struktur und Finanzierung des Unternehmens. Im Mittelpunkt stehen dabei:
- Präzisere Aussagen zum Zeitplan und Ablauf des geplanten Delistings
- Die Verwendung der zusätzlichen finanziellen Mittel durch KKR für Wachstum und Effizienz
- Konkrete Zielgrößen zu Profitabilität und Kostenstruktur
Neue Informationen zu diesen Punkten dürften kurzfristig spürbaren Einfluss auf die Schwankungsbreite der Aktie haben. Die jährliche Volatilität der vergangenen 30 Tage von gut 50 % unterstreicht, dass der Markt bereits sensibel auf Nachrichten reagiert.
Charttechnisch spiegelt sich die Erwartungshaltung in einem deutlich höheren Bewertungsniveau wider: Mit einem Schlusskurs von 140,00 Euro am Freitag liegt die Aktie rund 32 % über dem Stand vor 30 Tagen und deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 116,30 Euro. Gleichzeitig bleibt ein Abstand von gut 15 % zum 52-Wochen-Hoch bestehen.
Fundamentale Basis bleibt solide
Parallel zu den strategischen Themen entwickeln sich die operativen Kennzahlen positiv. Die jüngsten Unternehmensmeldungen zeichnen ein Bild von wachsendem Geschäft und verbesserter Ertragskraft:
- Umsatzdynamik: In den ersten neun Monaten 2025 stieg die Gesamtleistung um 21 % auf 863,5 Millionen Euro.
- Ergebnisverbesserung: Das EBITDA kletterte im selben Zeitraum von 62,4 auf 75,5 Millionen Euro.
- Portfoliostärkung: Im Oktober 2025 übernahm OHB die MT Aerospace AG vollständig und ist seitdem alleiniger Anteilseigner.
Zusätzlich kommt Rückenwind von der politischen Seite: Die Aussicht auf eine deutlich höhere Budgetausstattung der Europäischen Weltraumorganisation ESA stützt die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens.
Diese Kombination aus steigenden Umsätzen, verbessertem Ergebnis und strategischer Erweiterung der Wertschöpfungskette liefert ein Fundament, auf dem die geplante Wachstumsagenda mit KKR aufbauen kann. Der Markt spiegelt diese Perspektive bereits wider: Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs nahezu verdreifacht, liegt dabei aber mit einem RSI von 73 im oberen Spannungsfeld überkaufter Niveaus.
Fazit: Kapitalmarkttag als nächste Nagelprobe
Für die weitere Entwicklung der OHB SE Aktie ist der Kapitalmarkttag am 20. Januar 2026 der nächste zentrale Prüfstein. Entscheidend wird sein, wie konkret das Management den Delisting-Fahrplan, den Einsatz der KKR-Mittel und die operativen Zielmarken formuliert. Gelingt es, die starke operative Basis glaubhaft mit der strategischen Neuausrichtung zu verknüpfen, könnte die aktuelle Bewertung ihre Grundlage behalten oder weiter untermauert werden.
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