OHB drückt bei zwei Themen aufs Tempo: Mondlogistik und mögliche Verteidigungsaufträge. Mit der neu gegründeten European Moonport Company will das Unternehmen seine Mond-Aktivitäten bündeln – parallel laufen bestätigte Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation bei öffentlichen Vergaben. Doch wie belastbar sind diese Impulse schon heute?

  • Moonport-Fokus: Neue Gesellschaft für künftige Mondmissionen am Standort Oberpfaffenhofen
  • Rheinmetall-Gespräche: Kooperation für mögliche Vergabeverfahren der öffentlichen Hand bestätigt
  • Operatives Momentum: Auftragsbestand in 9M 2025 erstmals über 3 Mrd. Euro, Gesamtleistung und Ergebnis legen zu

Moonport: Aktivitäten rund um Mondmissionen gebündelt

Am 4. Februar gab OHB in Oberpfaffenhofen die Gründung der European Moonport Company bekannt. Die neue Gesellschaft soll die Aktivitäten rund um zukünftige Mondmissionen am Standort nahe München bündeln.

Gemeinsam mit Munich Airport International erarbeitete OHB zudem ein Konzept für eine zentrale Start- und Landebasis auf der Mondoberfläche. Der „Moonport“ ist als Anlaufpunkt für Logistikflüge und bemannte Raumschiffe gedacht, um die Entwicklung eines wirtschaftlichen Ökosystems auf dem Mond zu ermöglichen. Bei der Veranstaltung betonte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher, entscheidend sei, dass Europa Fähigkeiten für eine dauerhafte, nachhaltige und eigenständige Mondpräsenz aufbaut.

Kooperation mit Rheinmetall: Gespräche laufen

Per Ad-hoc-Mitteilung von Ende Januar bestätigte OHB laufende Gespräche mit Rheinmetall. Laut Unternehmen geht es um eine Kooperation zur Beteiligung an möglichen Vergabeverfahren der öffentlichen Hand.

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Nach Informationen von Reuters wird ein Satellitenprojekt für die Bundeswehr diskutiert. Im Raum steht ein gemeinsames Gebot für einen LEO-Internetdienst (Low Earth Orbit) für die deutschen Streitkräfte – als Pendant zu bekannten LEO-Konstellationen.

Zahlen und Programme: Rückenwind aus dem Kerngeschäft

Die Zahlen der ersten neun Monate 2025 zeigen eine deutlich stärkere operative Entwicklung: Die Gesamtleistung stieg auf 863,5 Mio. Euro (+21%), das EBITDA auf 75,5 Mio. Euro (+21%) und das EBIT auf 46,0 Mio. Euro (+32%). Besonders auffällig: Der Auftragsbestand kletterte auf 3,117 Mrd. Euro (+47%) und überschritt damit erstmals die Marke von drei Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz von rund 1,2 Mrd. Euro.

Zusätzlich meldete OHB in den vergangenen Wochen mehrere operative Meilensteine: erste Daten des Wettersatelliten MTG-S1, weitere Galileo-Satellitenstarts (erstmals mit Ariane 6) sowie den 839-Millionen-Euro-Vertrag für die ESA-Mission LISA, bei der OHB erstmals Hauptauftragnehmer einer „L-class“-Mission ist.

Am 19. März legt OHB den Jahresabschluss 2025 vor – dort dürften Umsatzentwicklung und Auftragsdynamik die zentrale Messlatte sein. Weitere Termine sind die Q1-Zahlen am 7. Mai und die Hauptversammlung am 24. Juni.

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