Neue Impulse aus Japan und eine festere US-Tech-Stimmung treiben den iShares MSCI World ETF auf Rekordniveau. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf einen Termin, der kurzfristig für Bewegung sorgen kann: Heute veröffentlicht MSCI die Ergebnisse der vierteljährlichen Indexüberprüfung.

Worauf kommt es dabei konkret an – und warum ist das für ETF-Anleger in den nächsten Tagen relevant?

  • Japan als Kurstreiber: Nach dem klaren Wahlsieg der LDP zog der Nikkei 225 zu Wochenbeginn auf ein neues Allzeithoch an.
  • US-Tech stabilisiert: Schwergewichte wie Nvidia und Oracle legten zu, nachdem sich die Stimmung nach jüngster Volatilität rund um Finanzierungsgrenzen für KI-Infrastruktur beruhigte.
  • MSCI-Indexreview heute: Die Entscheidung fällt nach US-Börsenschluss (ca. 23:00 Uhr MEZ).

Japan und US-Tech schieben an

Der kräftige Schub aus Tokio wirkt sich spürbar aus, weil Japan im MSCI World Index das zweitgrößte Ländergewicht stellt (rund 6%). Entsprechend schlagen starke Bewegungen am japanischen Aktienmarkt direkt auf den Index – und damit auf den ETF – durch.

Parallel kam aus den USA Rückenwind. Der Technologiesektor ist im MSCI World der größte Block mit über 20% Gewicht. Nach zuletzt nervösen Phasen wegen Fragen zur Finanzierung von KI-Infrastruktur stabilisierte sich die Stimmung. Kursgewinne bei großen Indexschwergewichten halfen, den breiteren US-Markt und damit auch den MSCI World nach oben zu ziehen.

Indexreview: Änderungen mit Zeitplan

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Heute steht die MSCI February Quarterly Index Review an. MSCI veröffentlicht die Ergebnisse nach US-Börsenschluss. Solche Überprüfungen bringen typischerweise zwei Arten von Anpassungen:

  • Aufnahmen und Streichungen: Unternehmen werden je nach Marktkapitalisierung in den Index aufgenommen oder entfernt.
  • Gewichtungsanpassungen: Veränderungen bei Aktienanzahl oder Streubesitz („Free Float“) führen zu einer neuen Gewichtung.

ETF-Anbieter wie iShares setzen diese Änderungen im Portfolio um, um die Abweichung zum Index (Tracking Error) gering zu halten. Wirksam werden die Anpassungen offiziell zum Handelsschluss am 27. Februar 2026.

Kurzfristige Faktoren im Blick

Unterm Strich profitiert der ETF derzeit von seiner breiten Streuung: Während Europa uneinheitlich läuft, kommen die Impulse aus Japan und aus dem robusten US-Markt. Für die nächsten 48 Stunden stehen laut Ausgangslage vor allem drei Punkte im Fokus:

  • Bekanntgabe der Indexänderungen: Neuaufnahmen können kurzfristig zusätzlichen Kaufdruck durch indexnahe Fonds auslösen.
  • Sektorverschiebungen: Unterschiede zwischen Hardware (z. B. Chip-Hersteller) und Software bleiben ein zentrales Thema.
  • Währungseinfluss: Der Yen legte nach der Wahl leicht zu. Da der MSCI World für US-Anleger häufig nicht währungsgesichert ist, können stärkere Bewegungen im USD/JPY-Kurs die in US-Dollar ausgewiesene Performance beeinflussen.

Zum Wettbewerbsumfeld: Der iShares MSCI World ETF (URTH) zählt zu den meistgehandelten Produkten seiner Kategorie. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,24% steht er im direkten Wettbewerb zu ähnlichen Developed-Markets-ETFs von Vanguard und State Street.

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