Heute wird es ernst für Fiserv. Der Finanzdienstleister legt vor Handelsbeginn die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – eine Bewährungsprobe nach dem Gewinnschock vom Herbst. Kann CEO Mike Lyons mit seiner „One Fiserv"-Strategie die Wende einleiten? Um 14:00 Uhr deutscher Zeit folgt die Telefonkonferenz, in der Anleger auf klare Signale zur weiteren Entwicklung hoffen.

Die Ausgangslage ist angespannt. Nach dem drastischen Kurseinbruch Ende Oktober 2025, als das Unternehmen die Erwartungen deutlich verfehlte und die Jahresprognose kappte, steht die Aktie unter Beobachtung. Noch in der vergangenen Woche gab der Titel merklich nach.

Erwartungen unter Druck

Analysten rechnen für das vierte Quartal mit einem Gewinn je Aktie von rund 1,90 US-Dollar – ein Rückgang von etwa 24 Prozent im Jahresvergleich. Beim Umsatz wird mit circa 4,9 Milliarden US-Dollar ein weitgehend stagnierendes Wachstum erwartet.

Die Messlatte liegt bewusst niedrig, nachdem Fiserv im dritten Quartal 2025 mit einem Ergebnis von 2,04 US-Dollar je Aktie klar unter den prognostizierten 2,64 US-Dollar geblieben war. Damals senkte das Management sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Heute zeigt sich, ob diese angepassten Ziele erreicht wurden.

Strategische Neuausrichtung im Fokus

Entscheidender als die reinen Zahlen dürfte sein, wie weit die Umstrukturierung unter CEO Mike Lyons fortgeschritten ist. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2025 krempelt er die Führungsebene um und justiert die strategische Ausrichtung neu.

Jüngste Initiativen deuten auf einen aktiveren Kurs hin:

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Ob diese Maßnahmen mittelfristig greifen, ist offen. Die Investoren warten auf konkrete Belege, dass die neue Strategie Früchte trägt.

Schwachstelle Merchant Acceptance

Besonders kritisch bleibt das Segment Merchant Acceptance mit dem Clover-Kassensystem. Verlangsamtes Wachstum in diesem Bereich war der Hauptgrund für die Prognosesenkung im Herbst. Heute wird sich zeigen, ob sich die Dynamik stabilisiert hat oder der Gegenwind anhält.

Trotz operativer Schwierigkeiten kaufte Fiserv im dritten Quartal eigene Aktien im Wert von 1,0 Milliarde US-Dollar zurück. Weitere Details zur Kapitalallokation werden mit Spannung erwartet.

Ausblick auf 2026 entscheidend

Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2025 richtet sich der Blick vor allem auf die Prognose für 2026. Die angekündigte „Direktvertriebsstrategie" muss sich in konkreten Zielvorgaben niederschlagen. Anleger wollen wissen: Beschleunigt sich das Wachstum wieder, oder belasten Margendruck und Restrukturierungskosten weiterhin das Ergebnis?

Die Telefonkonferenz um 14:00 Uhr deutscher Zeit wird zeigen, ob Lyons genug Vertrauen zurückgewinnen kann. Nach dem turbulenten Herbst 2025 braucht es mehr als Absichtserklärungen – es braucht Ergebnisse.

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