Acht neue Satelliten im Orbit, ein Rekordjahr im Rücken — und eine strategische Kehrtwende beim Thema Börsennotierung. OHB liefert dieser Tage auf mehreren Fronten gleichzeitig.

IRIDE-Konstellation wächst auf 16 Einheiten

Am Dienstag bestätigte OHB den erfolgreichen Start von acht Eaglet-II-Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete vom Typ Transporter-16. Die je rund 25 Kilogramm schweren Kleinsatelliten, entwickelt und gebaut von der Tochtergesellschaft OHB Italia, kombinieren optische Bildgebung mit dem Empfang von AIS-Schifffahrtssignalen. Das Kontrollzentrum in Rom empfing nach der Trennung von der Trägerrakete die ersten Signale und leitete die Inbetriebnahme ein.

Mit diesem Start betreibt OHB nun 16 Satelliten innerhalb der IRIDE-Konstellation — einem nationalen Erdbeobachtungsprogramm Italiens unter Koordination von ESA und der Italienischen Weltraumagentur ASI.

Kehrtwende beim Delisting

Operativ läuft es bei OHB rund: Der Umsatz stieg 2025 um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, der Auftragseingang erreichte mit 2,08 Milliarden Euro einen Rekordwert. Der Auftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro sichert die Planungssicherheit für mehrere Jahre. Für 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie vor.

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Strategisch bemerkenswert ist die Abkehr vom ursprünglich im August 2024 angekündigten Delisting. OHB hat entschieden, die Börsennotierung beizubehalten — mit der Begründung, dass Kapitalmarkttransparenz Vertrauen bei Auftraggebern schafft und die Finanzierung künftigen Wachstums erleichtert.

Gleichzeitig prüfen OHB und der Investor KKR, der rund 28,6 Prozent der Anteile hält, eine mögliche Aktienplatzierung. Dabei könnten KKR und die Fuchs-Familie, die etwa 65 Prozent kontrolliert, bestehende Anteile verkaufen, während auch neue Aktien ausgegeben werden. Deutsche Bank, Goldman Sachs und JPMorgan sollen als Koordinatoren involviert sein. Das Volumen könnte rund 20 Prozent des Unternehmens umfassen.

Hinzu kommt das am 20. März angemeldete Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall Digital für das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4 — ein hochsicheres satellitengestütztes Kommunikationsnetz, das OHBs Rüstungsambitionen weiter schärft.

Für 2026 peilt OHB Erlöse von 1,4 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Bis 2028 soll die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro fallen — gestützt durch einen prall gefüllten Auftragsbestand und eine Kapitalmarktstrategie, die nun offensichtlich auf Sichtbarkeit statt Rückzug setzt.

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