Jahrelang glich der Bau von Raumfahrtsystemen einer teuren Manufakturarbeit. Mit einem aktuellen Rekordauftragsbestand von fast 3,2 Milliarden Euro beweist der Raumfahrtkonzern OHB nun, dass die Transformation zur industriellen Serienfertigung gelingt. Die auf dem jüngsten Munich Space Summit präsentierten Daten untermauern diesen strategischen Wendepunkt und rücken die Profitabilität des Unternehmens in den Fokus.

Vom Einzelstück zur Serie

Ein Paradebeispiel für diesen sogenannten "New Space"-Ansatz liefert die schwedische Tochtergesellschaft. Für das arktische Wetterbeobachtungssystem "EPS-Sterna" fertigt OHB erstmals eine Serie von 20 Kleinsatelliten. Der Großauftrag über 248 Millionen Euro markiert den endgültigen Übergang von der komplexen Einzelfertigung hin zur industriellen Produktion. Zwischen der Auftragsvergabe und dem Start des ersten Systems vergingen lediglich drei Jahre – eine für die Branche ungewöhnlich kurze Entwicklungszeit.

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Diese gewonnene Effizienz spiegelt sich bereits deutlich in den Büchern wider. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte die Gesamtleistung um 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs parallel um 17 Prozent auf 84 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern seine eigenen Rentabilitätsziele spürbar.

Rückenwind durch staatliche Budgets

Das Marktumfeld spielt den Bremern zusätzlich in die Karten. Massive Investitionsprogramme der öffentlichen Hand, darunter das 22,3 Milliarden Euro schwere Budget der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie geplante deutsche Militärausgaben, sichern die langfristige Nachfrage. Bis zum Jahr 2028 peilt das Management einen Gesamtumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro an. Dass dabei auch neue Märkte erschlossen werden, zeigt die im Februar 2026 gegründete "European Moonport Company" für künftige Mondexplorationen.

An der Börse wird diese strategische Ausrichtung weitgehend honoriert. Zwar gab das Papier am gestrigen Freitag im Tagesverlauf leicht um 2,32 Prozent auf 253,00 Euro nach, der Titel notiert aber weiterhin in direkter Schlagdistanz zu seinen jüngsten Höchstständen. Analysten der NuWays AG bekräftigten angesichts der prall gefüllten Pipeline zuletzt ihre Kaufempfehlung.

Neue fundamentale Daten für eine weitere Marktbewertung stehen bereits fest im Kalender. Am 7. Mai 2026 veröffentlicht OHB die Ergebnisse für das erste Quartal, bevor am 24. Juni 2026 die ordentliche Hauptversammlung stattfindet.

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