DAX: Iran-Krise bremst die Märkte
Der DAX startet verhalten in den Dienstag. Rund zwei Stunden vor Handelsbeginn taxierten erste Indikationen den deutschen Leitindex mit einem minimalen Plus von 0,04 Prozent auf 22.573 Punkte – kaum Bewegung, aber immerhin ein Zeichen, dass der Abstand zur kritischen 22.000-Punkte-Marke zunächst gehalten werden kann.
Die Ursache für die Zurückhaltung ist klar: Der Krieg im Iran lähmt das Anlegervertrauen. Während die asiatischen Börsen am Morgen erneut nachgaben – allen voran der südkoreanische Markt –, hält sich Frankfurt vergleichsweise stabil. Ein bescheidener Trost angesichts der geopolitischen Gemengelage.
Öl auf 107 Dollar – und die Inflation zieht nach
Besonders im Fokus steht heute der Ölpreis. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet inzwischen 107 Dollar, gestützt durch einen Angriff auf einen Öltanker vor Dubai und weitere Attacken auf Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate in der vergangenen Nacht. Hohe Energiepreise treiben nicht nur die Zapfsäulenpreise – sie haben direkte Folgen für die Inflationserwartungen.
Und genau die dürften heute die zweite große Baustelle sein. Experten rechnen damit, dass die Inflation in der Eurozone von 1,9 auf 2,6 Prozent hochschnellt. Das wären keine harmlosen Zahlen. Bis Jahresende werden bereits rund drei Zinserhöhungen für den Euroraum eingepreist – eine Entwicklung, die Wachstumshoffnungen dämpft und Aktien unter Druck setzt.
Vorsicht überwiegt den Optimismus
Auch an der Wall Street zeigte sich gestern, wie fragil die Stimmung ist. Trumps Aussagen über Fortschritte bei Verhandlungen zu einem Kriegsende sorgten kurzzeitig für Erleichterung – doch der Effekt verpuffte schnell. Nasdaq und S&P 500 schlossen im Minus, nur der Dow Jones rettete sich knapp in positives Terrain. Gold profitierte von der Unsicherheit und kletterte auf 4.510 Dollar je Feinunze.
Das Handelsblatt fasst die Lage nüchtern zusammen: Im vergangenen Monat hat der DAX bereits rund zehn Prozent verloren, der S&P 500 etwa sechs Prozent. Gemessen an den potenziellen wirtschaftlichen Schäden eines längeren Konflikts sind das aus Sicht mancher Marktbeobachter noch vergleichsweise moderate Rückgänge. Die Hoffnung vieler Investoren, dass geopolitische Krisen die Kurse nur kurzfristig belasten, könnte sich als trügerisch erweisen – je länger der Konflikt anhält, desto größer die Kollateralschäden für die Weltwirtschaft.
Der heutige Handelstag dürfte zeigen, ob die Eurozone-Inflationsdaten die angespannte Ruhe am DAX kippen.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








