Geely Holding zieht die Fäden enger zusammen. Gleich zwei strategische Schritte innerhalb von zwei Tagen zeigen, wie konsequent der chinesische Automobilkonzern seine europäischen Marken neu ordnet.

Volvo übernimmt Lynk & Co in Europa

Volvo Cars wird künftig als exklusiver Importeur für Lynk & Co-Fahrzeuge auf dem europäischen Markt auftreten. Eine entsprechende Absichtserklärung zwischen Volvo Cars und Geely Auto wurde bereits unterzeichnet. Konkret bedeutet das: Volvo übernimmt nicht nur den Vertrieb über sein bestehendes Händlernetz, sondern auch die Marken- und Geschäftsstrategie von Lynk & Co in Europa. Die Produktentwicklung und das globale Markenmanagement bleiben dagegen in chinesischer Hand bei Geely Auto.

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Der Schachzug hat eine klare ökonomische Logik. Volvo kann sein Händlernetz besser auslasten und neue Kundensegmente erschließen, ohne eigene Fahrzeugentwicklungskosten aufwenden zu müssen. Lynk & Co wiederum gewinnt ein etabliertes Vertriebsnetz mit bereits bestehenden Servicepunkten. Bisher wurden Fahrzeuge beider Marken lediglich an ausgewählten Standorten gemeinsam angeboten.

Schulden werden zu Anteilen

Parallel dazu vollzieht Volvo Cars einen weiteren Schritt der Konzernkonsolidierung: Rund 274 Millionen Dollar an Krediten gegenüber der Schwestermarke Polestar werden in Eigenkapital umgewandelt. Ein zweiter Umtausch über rund 65 Millionen Dollar soll im zweiten Quartal 2026 folgen – zeitgleich mit einem ähnlichen Schuldentausch durch Geely Holding selbst in vergleichbarer Größenordnung.

Nach Abschluss beider Transaktionen hält Volvo Cars einen Anteil von rund 19,9 Prozent an Polestar. Das Ziel dahinter ist die Bündelung der Fahrzeugproduktion: Der Polestar 3 soll künftig im Volvo-Werk in South Carolina gebaut werden – eine Maßnahme, die Skaleneffekte schaffen und Produktionskosten senken soll.

Geely Holding arbeitet damit systematisch daran, die Ressourcen seiner Marken stärker zu verzahnen. Ob die enge Verflechtung zwischen Volvo, Polestar und Lynk & Co am Ende auch die Ertragskraft der einzelnen Einheiten merklich verbessert, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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