Nvidia Aktie: Speicherchip-Poker
Samsung und SK hynix liefern bereits HBM4-Chips für die nächste GPU-Generation aus. Micron geriet unter Druck – doch der CFO kontert mit überraschenden Fakten. Was bedeutet das für Nvidias Produktionspläne?
Die Lage schien zunächst klar: Samsung hat diese Woche die Massenproduktion seiner HBM4-Speicherchips gestartet und beliefert Nvidia bereits. Das südkoreanische Unternehmen setzt dabei auf modernste 1c-DRAM- und 4-nm-Logikprozesse. Die Erwartung: Der HBM-Absatz soll sich 2026 gegenüber 2025 mehr als verdreifachen.
Für Micron klang das zunächst nach schlechten Nachrichten. Das Analysehaus SemiAnalysis hatte behauptet, Nvidia werde sich für die "Vera Rubin"-Generation fast vollständig auf SK hynix und Samsung konzentrieren – Micron bleibe außen vor. Die Begründung: Das US-Unternehmen könne die geforderten Pin-Geschwindigkeiten nicht erfüllen.
Micron schlägt zurück
Doch Micron-CFO Mark Murphy widersprach auf einer Wolfe-Research-Konferenz deutlich. Die HBM4-Produkte befänden sich bereits in der Serienfertigung, die Auslieferungen an Kunden seien im ersten Quartal erfolgreich angelaufen – ein volles Jahr früher als ursprünglich geplant. Murphy bezeichnete die Berichte über technische Probleme als "ungenau" und betonte: "Wir befinden uns in der besten Wettbewerbsposition aller Zeiten."
Der Zeitpunkt sei optimal, so der Manager. Die Nachfrage werde durch den massiven Ausbau der KI-Infrastruktur getrieben. Dass Hyperscaler wie Alphabet ihre Investitionsprognosen zuletzt angehoben haben, verstärke diesen Trend zusätzlich. Mit wachsenden KI-Modellen steigt auch der Bedarf an Hochleistungsspeicher – für längere Kontextfenster und größere Datenmengen.
Engpass als Preistreiber
Die Situation ist paradox: Murphy räumte offen ein, dass Micron "schlichtweg nicht genügend Kapazität hat, um die Nachfrage zu decken – und zwar deutlich". Das Unternehmen erweitert zwar vorsichtig seine Produktion, etwa durch eine neue Wafer-Fabrik in Singapur, hält sich aber bewusst zurück. Das Ziel: Ein künftiges Überangebot vermeiden und die Preismacht behalten.
Für Nvidia bedeutet die Konstellation Planungssicherheit bei gleichzeitig hohen Kosten. Mit Samsung, SK hynix und offenbar auch Micron stehen drei Lieferanten bereit – die alle von der enormen Nachfrage profitieren. Die Micron-Aktie reagierte erleichtert: Nach einem kräftigen Kurssprung am Mittwoch legte sie im vorbörslichen Handel am Donnerstag weitere 3,68 Prozent auf 425,43 Dollar zu.
Der HBM4-Wettlauf ist damit noch nicht entschieden. Während Samsung bereits produziert und Micron früher als erwartet liefert, bleibt die Frage offen, wer langfristig den größten Anteil an Nvidias wachsendem Bedarf sichern kann.
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