Die Nvidia-Aktie geriet diese Woche unter Druck, nachdem Berichte über geplante US-Exportkontrollen für KI-Chips die Runde machten. Washington erwägt offenbar ein neues Lizenzverfahren, das weltweite Chip-Lieferungen regulieren könnte – und damit auch das Geschäft des Halbleiter-Riesen aus Santa Clara beeinflussen würde.

Lizenzen statt freier Export

Laut einem von Reuters eingesehenen Entwurf könnte künftig bereits der Verkauf von weniger als 1.000 Chips lizenzpflichtig werden. Größere Bestellungen würden gestaffelte Prüfverfahren durchlaufen: Ab 100.000 Chips wären Regierungsgarantien nötig, ab 200.000 Chips könnten US-Kontrollbesuche beim Käufer anstehen. Bei besonders großen Projekten erwägt die Trump-Administration sogar, Investitionen in US-Rechenzentren oder Sicherheitsgarantien zur Voraussetzung zu machen.

Die Analysten von Bernstein geben leichte Entwarnung: Die Regelung sei "nicht als Exportverbot gedacht", sondern als Kontrollmechanismus. Für Nvidia könnte der direkte kommerzielle Schaden überschaubar bleiben – rund 70 Prozent der für 2026 geschätzten 216 Milliarden Dollar Umsatz entfallen auf US-Kunden, weitere 20 Prozent auf taiwanesische Abnehmer.

Staatliche KI-Projekte als Risiko

Dennoch warnen die Analysten vor Verlangsamungen bei internationalen Großprojekten. Besonders betroffen könnten staatliche KI-Infrastrukturprojekte sein, für die Nvidia allein über 30 Milliarden Dollar Potenzial sieht. Strengere Exportauflagen würden hier den Verkaufsprozess deutlich komplizierter machen.

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Das US-Handelsministerium bestätigte am Donnerstag auf X laufende Gespräche über neue Regelungen. Man wolle aber nicht das "belastende und katastrophale" Framework der Biden-Ära übernehmen, sondern sich an den jüngsten Chip-Deals mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten orientieren – beide Länder hatten Investitionen in den USA zugesagt.

Wachsende Konkurrenz durch Broadcom

Während Nvidia mit regulatorischen Unsicherheiten kämpft, meldet Konkurrent Broadcom beeindruckende Zahlen. Das Unternehmen rechnet für das kommende Jahr mit KI-Chip-Verkäufen von über 100 Milliarden Dollar. Die Broadcom-Aktie legte am Donnerstag knapp 3 Prozent zu.

CEO Hock Tan sicherte sich bereits die nötigen Produktionskapazitäten bei TSMC sowie Hochleistungsspeicher bis 2028. Broadcom profitiert vom Trend zu maßgeschneiderten ASIC-Prozessoren, die Tech-Giganten wie Alphabet, Microsoft und Meta als Alternative zu Nvidias teuren Standardchips entwickeln lassen. Für 2026 planen diese Konzerne Investitionen von über 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur.

Bernstein sieht die weltweite Nachfrage nach KI-Rechenleistung trotz möglicher Exporthürden weiter extrem stark. Ob Nvidia seine Dominanz im KI-Chip-Markt gegen wachsende Konkurrenz und regulatorische Unsicherheiten verteidigen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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