Auf der hauseigenen GTC-Konferenz zeichnete Nvidia-CEO Jensen Huang ein massives Wachstumsszenario. Mit neuen Chip-Architekturen und einer Umsatzprognose von einer Billion US-Dollar für Rechenzentren bis 2027 wollte der Konzern die Märkte begeistern. Die Reaktion der Anleger fällt am Freitag jedoch überraschend nüchtern aus, und Gewinnmitnahmen prägen das Bild.

Sell-the-News nach der GTC

Obwohl die fundamentalen Aussichten glänzen, trennen sich Investoren derzeit von ihren Anteilen. Marktbeobachter werten die hohe Handelsaktivität als klassische „Sell-the-News“-Reaktion nach dem Ende des vielbeachteten Branchenevents. Der Titel verzeichnete heute einen Rückgang von 2,62 Prozent auf 150,44 Euro. Damit rutschte der Kurs auch unter die wichtige 200-Tage-Linie, was den kurzfristigen technischen Druck verdeutlicht. Dieses Verhalten reiht sich in eine allgemeine Abkühlung im Technologiesektor ein, da auch der Nasdaq-Index in den vergangenen Wochen spürbar nachgegeben hat.

Neue Chips und ein strategischer Wechsel

An mangelnder Innovationskraft liegt die aktuelle Schwäche kaum. Nvidia präsentierte die neue „Vera Rubin“-Plattform, die im Vergleich zur Vorgängergeneration Blackwell eine zehnfach bessere Energieeffizienz bieten soll. Um die enormen Produktionsengpässe beim bisherigen Hauptfertiger TSMC zu umgehen, zieht der Konzern nun eine strategische Alternative heran. Für die Produktion des neuen Spezialchips Groq 3 LPU greift Nvidia auf die Kapazitäten von Samsung Foundry zurück. Die ersten Auslieferungen aus dieser 4-Nanometer-Fertigung sind für das dritte Quartal 2026 geplant.

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Milliarden-Deals stützen das Wachstum

Parallel zur technologischen Aufrüstung sichert das Management die zukünftige Nachfrage durch großvolumige Kooperationen ab. Auf der Konferenz wurden mehrere weitreichende Vereinbarungen bestätigt:

  • Amazon: Lieferung von rund einer Million Chips bis Ende 2027.
  • Hyundai und Kia: Ausbau der Systeme für autonomes Fahren (Level 2+ und 4).
  • Cisco: Integration von Sicherheitsfunktionen in die "Secure AI Factory".
  • Space-1: Entwicklung von Rechenzentrums-Architekturen für den Einsatz im Erdorbit.

Das operative Fundament des Unternehmens präsentiert sich weiterhin extrem solide. Im abgelaufenen vierten Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um über 73 Prozent auf 68,13 Milliarden US-Dollar nach oben, getrieben von einem massiven Wachstum im Netzwerkbereich. Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 peilt das Management bereits Erlöse von rund 78 Milliarden US-Dollar an. Angesichts dieser Wachstumsraten und eines moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnisses halten Analysten an ihren optimistischen Einschätzungen fest und sehen das durchschnittliche Kursziel weit über dem aktuellen Niveau.

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