Die Nvidia-Aktie legte am Montag um 2,5 Prozent zu und schloss bei rund 195 Dollar. Doch während sich Anleger über die Erholung nach den jüngsten KI-Sorgen freuen, braut sich im Hintergrund ein Lieferanten-Poker zusammen, der die Weichen für die nächste Chip-Generation neu stellen könnte.

Samsung prescht mit HBM4 vor – Micron droht das Aus

Samsung Electronics will noch im Februar die Massenproduktion von HBM4-Speicherchips starten. Laut Branchenkreisen plant der südkoreanische Konzern, die hochmodernen Chips bereits ab der dritten Februarwoche an Nvidia zu liefern. Diese sollen in der neuen "Vera Rubin"-Generation von KI-Beschleunigern zum Einsatz kommen.

Der frühe Produktionsstart ist ein Paukenschlag: Samsung überspringt damit faktisch den bisherigen Platzhirsch SK hynix und lässt den US-Konkurrenten Micron Technology komplett außen vor. Die Folge? Micron verliert bei Nvidias nächster KI-Generation voraussichtlich komplett den Anschluss.

Technische Probleme bei Micron – Nvidia verteilt neu

Das Analysehaus SemiAnalysis geht davon aus, dass Nvidia seine HBM4-Beschaffung zu etwa 70 Prozent auf SK hynix und zu 30 Prozent auf Samsung konzentriert. Micron taucht in dieser Rechnung nicht mehr auf. Der Grund: Die Chips des US-Herstellers erfüllen Nvidias technische Spezifikationen nicht zuverlässig. Konkret sollen die Datenraten unter den geforderten 11 Gigabit pro Sekunde liegen.

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Für Micron ist das ein herber Rückschlag. Der Konzern verliert damit Zugang zu einem der margenträchtigsten Segmente im KI-Boom. Die Aktie rutschte vorbörslich um 2,95 Prozent auf 383,10 Dollar ab.

Samsung hingegen profitiert doppelt: Die Aktie schoss in Seoul um 4,92 Prozent auf 166.400 Won nach oben. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf fast 39 Prozent. Die Aussicht auf frühe HBM4-Volumina stärkt die Position des Konzerns im lukrativen Geschäft mit KI-Rechenzentren.

Was bedeutet das für Nvidia?

Für Nvidia selbst ändert sich operativ wenig. Der Chipriese hat mit Samsung und SK hynix zwei leistungsfähige Partner an der Hand, die die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory bedienen können. Die Diversifizierung der Lieferkette reduziert sogar das Risiko von Engpässen.

Allerdings zeigt der Vorgang, wie hart der Wettbewerb um die technologische Spitze im KI-Segment inzwischen geführt wird. Wer bei der nächsten Chip-Generation nicht mithalten kann, fliegt raus – und das gilt nicht nur für Zulieferer, sondern langfristig auch für die Hersteller selbst.

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