Almonty Industries Aktie: Teurer Optimismus
Nach einem zweistelligen Kursrückgang zu Beginn der Woche erhält der Wolfram-Produzent Almonty Industries plötzlichen Rückenwind durch eine neue Analystenstudie. Das extrem bullische Kursziel hat jedoch einen Haken: Die Analyse wurde vom Unternehmen selbst in Auftrag gegeben und bezahlt. Gleichzeitig offenbaren die frisch vorgelegten Jahreszahlen für 2025 eine deutliche Diskrepanz zwischen steigenden Umsätzen und stark anziehenden Kosten.
Die Auftragsstudie und der Kursrutsch
Pünktlich zur aktuellen Schwächephase veröffentlichte Diamond Equity Research ein Update zum Minenbetreiber. Die Analysten rufen darin einen illustrativen Wert von 27,00 US-Dollar pro Anteilsschein auf und heben ihre Prognosen für den Wolframpreis in den kommenden Jahren deutlich an. Anleger sollten diese Einschätzung allerdings im richtigen Kontext betrachten. Almonty hat die Erstellung der Studie mit einer Vorabzahlung von 100.000 US-Dollar selbst finanziert.
Zuvor hatten Investoren Gewinne mitgenommen. Sorgen über mögliche Stolpersteine beim Hochfahren der südkoreanischen Sangdong-Mine drückten den Kurs auf Wochensicht um rund zehn Prozent nach unten, sodass das Papier gestern bei 21,12 CAD aus dem Handel ging.
Umsatzsprung trifft auf Kostenexplosion
Ein Blick auf die Bilanz des Jahres 2025 erklärt die Nervosität der Marktteilnehmer. Zwar kletterte der Umsatz um 13 Prozent auf 32,5 Millionen Kanadische Dollar, angetrieben von einem massiven Anstieg der Wolfram-Spotpreise. Gleichzeitig vervielfachten sich aber die Verwaltungs- und Allgemeinkosten auf 20,5 Millionen Dollar.
Finanzchef Brian Fox begründet diesen Sprung primär mit nicht-zahlungswirksamen Buchhaltungsaufwendungen. Diese resultieren paradoxerweise aus dem starken Kursanstieg der Aktie im vergangenen Jahr, der eine Neubewertung von Finanzinstrumenten erforderte. Ohne diese Effekte läge das operative Ergebnis im Rahmen der Erwartungen. Zusätzlich verschoben sich Umsätze in Höhe von 3,1 Millionen Dollar durch spätere Lieferungen von Konzentrat in das erste Quartal 2026.
Ambitionierte Bewertung und geopolitischer Rückenwind
Trotz der jüngsten Korrektur ist die Erwartungshaltung an der Börse enorm. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 18,3 wird das Unternehmen fast sechsmal so hoch bewertet wie der Durchschnitt des kanadischen Bergbausektors. Diese Prämie stützt sich auf die geopolitische Ausgangslage. China dominiert den globalen Wolframmarkt und schränkt seine Exporte zunehmend ein, während die USA ab 2027 ein Importverbot für chinesisches Wolfram im Rüstungsbereich verhängen.
Almonty positioniert sich genau in dieser Lücke. Die erste Phase der Sangdong-Mine produziert bereits, eine Verdopplung der Kapazitäten ist für 2027 geplant. Um diese Ausbaupläne zu finanzieren, verfügt das Unternehmen aktuell über eine Nettoliquidität von knapp 157 Millionen Dollar. Dieses Kapital fließt nicht nur nach Südkorea, sondern auch in das Gentung-Browns-Lake-Projekt in Montana. Dort peilt das Management bereits für das zweite Halbjahr 2026 die Produktionsreife an, um die Abhängigkeit von einem einzigen Standort zu verringern.
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