Die Hoffnung auf ein großes China-Geschäft bei Nvidia hat einen Dämpfer erhalten. CEO Jensen Huang stellte am Mittwoch klar: Eine Genehmigung Pekings für den Verkauf von H200-Chips steht weiter aus. Zuvor hatten Berichte für Aufsehen gesorgt, wonach China grünes Licht für mehrere Großkunden gegeben haben soll. Die Klarstellung zeigt: Das Thema bleibt politisch heikel – und für Nvidia wirtschaftlich bedeutsam.

Keine Bestellungen trotz Gerüchten

Jensen Huang räumte mit den Spekulationen auf. In einer Stellungnahme erklärte er, dass Nvidia bislang keine Bestellungen von chinesischen Käufern für den H200-Chip erhalten habe. Die chinesische Regierung berate noch über eine Importgenehmigung. Zwar habe er während seiner jüngsten China-Reise Gespräche mit Kunden und Regierungsvertretern geführt, konkrete Aufträge seien daraus aber nicht hervorgegangen.

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Die Aussagen des CEOs stehen im Widerspruch zu Berichten, die eine bereits erfolgte Freigabe nahelegten. Huang zeigte sich zwar optimistisch, betonte jedoch, dass der Zeitpunkt außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liege. Die Unsicherheit bleibt – nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen hatte es widersprüchliche Signale aus Peking gegeben.

Starke Basis, unklarer Markt

Nvidia steht operativ robust da. Das Unternehmen wuchs zuletzt überdurchschnittlich, Kennzahlen wie Eigenkapitalrendite und EBITDA unterstreichen die Profitabilität. Die Bewertung der Aktie liegt allerdings über dem Branchendurchschnitt – der Markt preist hohes Wachstum ein. Die neue Chip-Plattform "Vera Rubin" gilt als möglicher Treiber für die nächsten Quartale.

Doch gerade in einem politisch sensiblen Umfeld wie China könnte sich die Unsicherheit auf die mittelfristige Geschäftsentwicklung auswirken. Der chinesische Markt ist für Nvidia bedeutend – eine ausbleibende Genehmigung würde Umsatzpotenziale kosten.

Quartalszahlen Ende Februar im Fokus

Am 25. Februar legt Nvidia die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vor. Im Anschluss folgt eine Telefonkonferenz für Analysten. Investoren dürften vor allem auf zwei Punkte achten: Wie entwickelt sich das Geschäft abseits Chinas? Und wie geht das Management mit den geopolitischen Risiken um? Die Antworten könnten die Richtung der Aktie in den kommenden Wochen prägen.

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