Während die BYD-Aktie im heutigen asiatischen Handel unter spürbaren Verkaufsdruck geriet, treibt der Konzern seine globale Strategie unbeirrt voran. Investoren reagierten nervös auf geopolitische Spannungen und einen belastenden Block-Trade in Hongkong, doch operativ meldet der chinesische Elektroauto-Riese wichtige Fortschritte in Vietnam und im Technologiesektor. Ist der aktuelle Rücksetzer angesichts der massiven Expansionspläne gerechtfertigt?

Neue Werke und Tech-Investments

Ein wesentlicher Treiber der heutigen Unternehmensnachrichten ist der Ausbau der Fertigungskapazitäten in Südostasien. Zusammen mit Kim Long Motor (KLM) entsteht in Vietnam ein Infrastrukturprojekt mit einem Gesamtvolumen von 130 Millionen US-Dollar. Im Zentrum steht eine Batteriefabrik in der Provinz Thua Thien Hue, die zunächst auf eine Jahreskapazität von 3 Gigawattstunden (GWh) ausgelegt ist. Während der lokale Partner KLM den Bau finanziert, liefert BYD die proprietäre Technologie. Der Fokus liegt vorerst auf Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge, eine Ausweitung auf PKW-Komponenten ist jedoch bereits geplant.

Parallel dazu vertieft BYD seine Präsenz in der Industrieanwendung durch eine strategische Investition von 100 Millionen RMB (ca. 14,4 Millionen US-Dollar) in Boonray Technology. Das frische Kapital fließt in die Entwicklung autonomer Fahrtechnologien für den Bergbausektor. Ziel ist es, BYDs Batterielösungen mit der Software von Boonray zu verknüpfen, um beispielsweise elektrische Minenfahrzeuge mit Wechselbatterie-Technologie effizienter zu machen.

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Starke Position in Großbritannien

In Europa sticht besonders der britische Markt hervor, wo BYD trotz eines komplexen politischen Umfelds Marktanteile gewinnt. Daten vom September 2025 zeigen einen Absatzsprung von 880 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 11.000 Fahrzeuge, womit sich der Konzern direkt hinter Tesla positionierte.

Dieser kommerzielle Erfolg wird durch das bisherige Ausbleiben von Strafzöllen im Vereinigten Königreich begünstigt – ein Thema, das auch beim heutigen Treffen zwischen Premierminister Keir Starmer und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf der Agenda stand. Um Vorurteilen entgegenzuwirken, hat BYD zudem eine Partnerschaft mit der Initiative "Electric Vehicles UK" geschlossen.

Strategieanpassung in Indien

Um im preissensiblen indischen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, prüft der Konzern Berichten zufolge einen strategischen Wechsel in der Fertigungstiefe. Durch den Übergang zur sogenannten SKD-Montage (Semi Knocked Down) könnten die effektiven Importzölle drastisch von derzeit bis zu 110 Prozent auf etwa 30 Prozent gesenkt werden. Dieser Schritt würde Modelle wie den Atto 3 preislich deutlich attraktiver machen und die Hürden für eine breitere Marktdurchdringung senken.

Der heutige Kursrückgang steht im klaren Kontrast zur operativen Nachrichtenlage. Während der Markt kurzfristig auf Handelsdaten und geopolitische Faktoren reagiert, zementiert BYD durch die lokalisierte Produktion in Vietnam und mögliche Zoll-Optimierungen in Indien seine langfristige Kostenführerschaft. Ob diese fundamentalen Weichenstellungen die Anlegerstimmung zeitnah drehen können, hängt nun primär von der schnellen Umsetzung der angekündigten Infrastrukturprojekte ab.

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