Die Aktie des Speicherchip-Riesen Micron Technology eilt von Rekord zu Rekord. Doch hinter dem Kursfeuerwerk steckt mehr als nur allgemeine KI-Euphorie: Das Unternehmen untermauert seine Wachstumsambitionen jetzt mit einer massiven Investition in Asien. Während CEO Sanjay Mehrotra vor anhaltenden Engpässen warnt, stellt sich die Frage, ob die Bewertung trotz der jüngsten Rally noch Spielraum lässt.

24 Milliarden für die Zukunft

Um den enormen Bedarf an Hardware für Künstliche Intelligenz zu decken, geht Micron in die Offensive. Am gestrigen Mittwoch erfolgte in Singapur der Spatenstich für eine neue Fabrik, die das Unternehmen rund 24 Milliarden US-Dollar kosten wird. Der Fokus liegt klar auf der Produktion von NAND-Flash-Speicher und High Bandwidth Memory (HBM) – jenen Komponenten, die für den Betrieb moderner KI-Rechenzentren unverzichtbar sind.

Diese Erweiterung ist Teil einer globalen Strategie, die auch Standorte in den USA umfasst. Bis die neuen Bänder in Singapur anlaufen, müssen sich Anleger jedoch noch gedulden: Der Produktionsstart ist erst für die zweite Jahreshälfte 2028 geplant.

Preismacht durch Mangel

Der treibende Faktor für den aktuellen Aktienkurs ist jedoch die kurz- bis mittelfristige Marktlage. In einem Interview betonte CEO Sanjay Mehrotra heute, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage noch lange nicht behoben ist. Seiner Einschätzung nach wird der Engpass bei KI-Kritischen Komponenten bis mindestens 2027 anhalten.

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Für Micron bedeutet diese Knappheit eine enorme Preissetzungsmacht. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz im letzten Quartal bereits um 57 Prozent steigern und das operative Ergebnis fast verdreifachen. Der Markt honoriert diese Entwicklung: Die Aktie notiert aktuell bei rund 428 US-Dollar, nur knapp unter ihrem Allzeithoch.

Bewertung und Risiken

Trotz des beeindruckenden Anstiegs von über 400 Prozent in den letzten zwölf Monaten wirkt die Aktie fundamental nicht überteuert. Analysten verweisen auf ein prognostiziertes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 13. Zum Vergleich: Der breite Marktindex S&P 500 wird derzeit deutlich höher mit einem KGV von 22 bewertet.

Doch der Boom hat auch eine Kehrseite. Ein aktueller Bericht von TrendForce warnt vor Auswirkungen auf den klassischen PC-Markt. Für das erste Quartal 2026 wird ein Rückgang der weltweiten Notebook-Auslieferungen um 14,8 Prozent prognostiziert. Der Grund: Die durch den KI-Boom gestiegenen Preise für Speicher und Prozessoren machen Laptops teurer und drücken auf die Absatzmengen.

Ob Micron diesen Spagat zwischen boomendem KI-Geschäft und schwächelndem PC-Markt weiterhin so erfolgreich meistert, werden die nächsten Quartalszahlen zeigen, die für Mitte März erwartet werden.

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