Novo Nordisk Aktie: Schwierig abzuschätzen
Novo Nordisk startet die neue Handelswoche mit einem strategischen Gegenschlag im Kampf um den Markt für Adipositas-Medikamente – und gleichzeitig mit regulatorischem Gegenwind. Das dänische Pharmaunternehmen bestätigt den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Irland, um Lieferengpässe bei Wegovy außerhalb der USA zu beheben. Doch zeitgleich rügt die US-Zulassungsbehörde FDA eine Werbekampagne als potenziell irreführend.
Irland-Expansion gegen Lieferengpässe
CEO Mike Doustdar kündigte gegenüber Bloomberg die Erweiterung des Produktionsstandorts im irischen Athlone an. Die Anlage soll künftig Wegovy für internationale Märkte außerhalb der USA herstellen. Der Schritt ist Teil der Strategie, chronische Versorgungsengpässe zu beseitigen und Marktanteile gegen den Rivalen Eli Lilly zu verteidigen.
Die Athlone-Fabrik, Ende 2023 übernommen, rückt damit ins Zentrum der Wachstumspläne. Besonders in Europa und anderen Märkten haben Lieferprobleme Wettbewerbern wie Eli Lilly mit dessen Präparat Zepbound Tür und Tor geöffnet. Novo Nordisk will diese Lücke nun schließen.
FDA beanstandet „Live Lighter"-Kampagne
Während die Produktion hochgefahren wird, meldet sich die FDA kritisch zu Wort. Laut einem Bericht des British Medical Journal vom Samstag hat die Behörde einen Warnbrief zur Fernsehwerbung für die Wegovy-Pille verschickt. Die „Live Lighter"-Kampagne lief erstmals im Januar während der Golden Globes.
Die FDA bemängelt, dass die Werbung Vorteile übertreibe und Lifestyle-Verbesserungen wie „emotionale Entlastung" suggeriere, die klinisch nicht nachgewiesen seien. Ein heikler Zeitpunkt: Novo Nordisk setzt auf die orale Wegovy-Variante als Wachstumstreiber – gerade angesichts verschärfter Preiskämpfe.
Preisdruck und Wettbewerbsdynamik
Der Februar startete turbulent für Novo-Aktionäre. Die Anfang des Monats veröffentlichte Prognose für 2026 sieht einen Umsatz- und Gewinnrückgang von 5 bis 13 Prozent vor. Das Management begründet dies mit „beispiellosem Preisdruck" im US-Markt und den Auswirkungen des „Most Favoured Nation"-Preisabkommens für Medikamente.
Immerhin: Vergangene Woche zog die Telemedizin-Plattform Hims & Hers ihre günstige Nachahmung eines Abnehm-Präparats zurück – nach einer Klage von Novo Nordisk und verschärften FDA-Warnungen vor nicht zugelassenen GLP-1-Varianten. Billig-Konkurrenz scheidet damit teilweise aus, doch die Hauptschlacht um Produktionskapazität und Premiumpreise gegen Eli Lilly bleibt bestehen.
Kernfakten
- Produktionsausbau: Athlone, Irland (bestätigt)
- Regulierung: FDA-Warnbrief zu „Live Lighter"-Werbung
- 2026-Prognose: Umsatz-/Gewinnrückgang 5-13% erwartet
- Hauptkonkurrent: Eli Lilly (Zepbound)
- Jüngste Klage: Gegen Hims & Hers wegen nachgeahmter Semaglutid-Produkte
Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die Kapazitätserweiterung schnell genug greift und wie stark die FDA-Rüge das Marketing der oralen Wegovy-Version beeinträchtigt. Der Druck bleibt hoch – von zwei Seiten gleichzeitig.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








