Novo Nordisk bereitet den nächsten Schachzug im erbitterten Wettbewerb um den US-Markt für Abnehmpräparate vor. Wie Reuters und Healthcare Digital am 15. Februar berichten, will der dänische Pharmakonzern sein Blockbuster-Medikament Wegovy noch in diesem Jahr als günstigere Durchstechflasche in den USA auf den Markt bringen. Die Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf den aggressiven Preisangriff von Konkurrent Eli Lilly, der mit dieser Strategie bereits erhebliche Marktanteile gewonnen hat.

Die Aussichten für 2026 sind gedämpft: Das Management rechnet mit einem Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn um 5 bis 13 Prozent. Verantwortlich dafür ist vor allem der verschärfte Preiswettbewerb in den USA.

Lilly zwingt zum Kurswechsel

Der Schritt zu Durchstechflaschen markiert einen strategischen Wandel für Novo Nordisk, das bisher auf Injektionspens und die kürzlich eingeführte Tablettenform setzte. Eli Lilly hatte Zepbound-Fläschchen bereits 2024 eingeführt und den Preis 2025 laut Reuters um mindestens 50 Dollar gesenkt – ein kalkulierter Angriff auf Novo Nordisks Marktführerschaft.

CEO Mike Doustdar bestätigte die Pläne für die Fläschchen-Einführung und stellte Investoren gleichzeitig auf ein schwieriges Jahr ein. Die deutlich niedrigeren Preise seien nötig, um sowohl gegen Lilly als auch gegen Apotheken zu bestehen, die eigene Versionen des Wirkstoffs herstellen.

Tablets zeigen erste Erfolge

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Während der Preisdruck die Prognose belastet, kommt die im Januar gestartete Tabletten-Version von Wegovy operativ in Fahrt. IQVIA-Daten, zitiert von Ticker Report, zeigen rund 38.220 Verschreibungen in der fünften Woche nach Markteinführung. Der Einstiegspreis liegt bei 149 Dollar monatlich.

Parallel geht Novo Nordisk juristisch vor. Laut Simply Wall St vom 14. Februar verklagt der Konzern Hims & Hers wegen des Vertriebs nicht autorisierter Wegovy-Nachbildungen. Der Schritt fällt zeitlich mit einer FDA-Ankündigung zusammen, die Verwendung von GLP-1-Wirkstoffen in apothekenhergestellten Präparaten aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen einzuschränken.

Aktie unter Druck

Die Börse reagierte sensibel auf die Mischung aus strategischer Expansion und schwacher Prognose. Am 13. Februar schloss die Aktie an der NYSE bei 49,57 Dollar – ein Minus von 5,4 Prozent seit Jahresbeginn. Die 52-Wochen-Spanne zwischen 43,08 und 93,80 Dollar zeigt die deutliche Korrektur vom Höchststand.

Analysten sehen die Aktie laut Defense World im Konsens als "Halten" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 56,07 Dollar. Trotz der gedämpften Aussichten für 2026 legte der Umsatz im Gesamtjahr 2025 um 10 Prozent auf über 309 Milliarden Dänische Kronen zu, getrieben von einem Wegovy-Absatzplus von 41 Prozent.

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