Bei Novo Nordisk spitzt sich eine wichtige Woche zu: Am 4. Februar legt der dänische Pharmakonzern seine Zahlen für 2025 vor – und muss dabei mehr liefern als nur solide Ergebnisse. Denn der Start der Wegovy-Tablette in den USA und der wachsende Druck durch Eli Lilly verändern gerade die Spielregeln im GLP-1-Markt. Was zählt diesmal besonders für Anleger?

Zahlen am 4. Februar – und warum sie so wichtig sind

Laut Investor-Relations-Kalender veröffentlicht Novo Nordisk die Q4-/Gesamtjahreszahlen 2025 am 4. Februar 2026 vor Börsenstart in Kopenhagen. Eine Telefonkonferenz folgt um 13:00 Uhr MEZ, inklusive Live-Webcast.

Der Termin fällt in eine Phase, in der sich mehrere Themen überlagern: neue Produkte, Preisdiskussionen in den USA und ein intensiver werdender Wettbewerb. Entsprechend dürfte der Blick der Investoren weniger auf „Vergangenheit“ liegen – und stärker auf das, was das Management für 2026 in Aussicht stellt.

Drei Themen, auf die der Markt schaut

Ein zentraler Punkt ist der US-Launch der Wegovy-Tablette. Die FDA hatte das Präparat im Dezember 2025 für das Gewichtsmanagement zugelassen. Novo Nordisk zufolge ist die orale Variante seit Anfang Januar 2026 breit in den USA verfügbar. Entscheidend werden jetzt frühe Hinweise, wie gut die Tablette tatsächlich im Alltag ankommt – vor allem über erste Verschreibungsdaten.

Mindestens genauso wichtig: der Ausblick für 2026. Morningstar verweist auf zunehmenden Preisdruck als maßgeblichen Faktor. Hintergrund ist eine Vereinbarung aus November 2025 mit der Trump-Administration, die GLP-1-Medikamente in den USA für mehr Menschen zu niedrigeren Kosten zugänglich machen soll. Morningstar unterstellt deshalb, dass die US-Preise für Semaglutid-Produkte 2026 deutlich sinken könnten – was die Umsatzperspektive direkt berührt.

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Drittens bleibt der Wettbewerb mit Eli Lilly im Fokus. Lilly gewinnt mit Mounjaro und Zepbound Marktanteile gegenüber Ozempic und Wegovy. Zusätzliche Aufmerksamkeit könnte die Studie Redefine 4 bringen: Sie vergleicht Novo Nordisks Pipeline-Kandidat CagriSema mit Zepbound und könnte Daten liefern, die eine Differenzierung ermöglichen.

Strategie-Updates: Partnerschaft und höhere Wegovy-Dosis

Auch abseits der GLP-1-Schlagzeilen gab es zuletzt relevante strategische Schritte. Am 20. Januar 2026 weiteten Novo Nordisk und Aspect Biosystems ihre Zusammenarbeit aus, um zellbasierte Therapien gegen Diabetes zu entwickeln. Aspect erhält dabei Rechte an bestimmten Technologien von Novo Nordisk (u.a. aus Stammzell- und „hypoimmune“ Zelltechnik). Novo Nordisk will zusätzlich in Aspect investieren und Forschung finanzieren, behält sich aber Optionen für spätere Entwicklungs- und Vermarktungsrechte vor.

Parallel treibt der Konzern das Wegovy-Portfolio weiter. Bereits Ende November 2025 reichte Novo Nordisk bei der FDA eine höhere Injektionsdosis (7,2 mg) zur Zulassung ein. Die europäische Arzneimittelbehörde empfahl diese höhere Dosis im Dezember 2025 und verwies darauf, dass damit ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von 20,7% möglich sein könnte.

Wichtige Termine im Überblick:
- 4. Februar 2026: Q4-/Gesamtjahr 2025 (vor Börsenstart), Call 13:00 MEZ
- 11. Februar 2026: Frist für Aktionärsanträge
- 26. März 2026: Hauptversammlung
- 6. Mai 2026: Q1 2026
- 5. August 2026: H1 2026
- 4. November 2026: Q3 2026

Zuletzt zeigte sich die Aktie kurzfristig schwächer: In den vergangenen sieben Tagen ging es um 6,4% nach unten.

Am 4. Februar wird sich deshalb alles daran messen lassen, wie Novo Nordisk den Frühstart der Wegovy-Tablette in den USA einordnet, wie belastbar der Preisausblick ist und ob das Management im Duell mit Eli Lilly konkrete Differenzierungsargumente liefern kann.

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