Das Edelmetall kennt derzeit nur eine Richtung: steil nach oben. Getrieben von einer explosiven Mischung aus geopolitischer Angst und der Aussicht auf sinkende Zinsen hat der Goldpreis eine historische Marke durchbrochen. Anleger flüchten in den „Sicheren Hafen“, während sich die Lage im Nahen Osten zuspitzt und die US-Notenbank die Zügel lockert.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Historischer Höchststand: Der Kurs markierte heute bei 5.526,30 US-Dollar ein neues Allzeithoch.
* Massive Performance: Seit Jahresanfang legte Gold bereits um 27,28 Prozent zu.
* Fundamentale Stärke: Die globale Nachfrage erreichte laut World Gold Council zuletzt Rekordniveaus.

Die Fed und der Iran-Konflikt als Preistreiber

Verantwortlich für den jüngsten Schub über die psychologisch wichtige Marke von 5.500 US-Dollar ist primär die US-Geldpolitik. Zwar beließ die Federal Reserve den Leitzins am Mittwoch erwartungsgemäß bei 3,50 bis 3,75 Prozent, doch die begleitenden Kommentare von Jerome Powell interpretierten Marktteilnehmer eindeutig als „dovish“. Die Perspektive auf eine anhaltend lockere Geldpolitik schwächt den US-Dollar und macht das zinslose Gold für Investoren attraktiver.

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Parallel dazu treibt die Angst vor einer Eskalation im Nahen Osten die Kurse. Berichte über einen verschärften Konflikt zwischen den USA und dem Iran dominierten am heutigen Donnerstag das Marktgeschehen. Die Warnung von US-Präsident Trump vor einer „massiven Flotte“ in der Region sorgte für sofortige Risikoaversion an den Finanzplätzen. Diese Unsicherheit beflügelt nicht nur Gold, sondern zog auch Silber mit nach oben, das zeitweise die Marke von 120 US-Dollar testete.

Fundamentale Untermauerung durch Rekordnachfrage

Der Preisanstieg basiert nicht allein auf Spekulation, sondern wird durch harte fundamentale Daten gestützt. Der heute veröffentlichte Jahresbericht des World Gold Council (WGC) zeichnet das Bild eines extrem robusten Marktes:
* Die globale Gesamtnachfrage kletterte 2025 auf den Rekordwert von 5.002 Tonnen.
* Gold-ETFs verzeichneten massive Zuflüsse von 801 Tonnen, was die Rückkehr institutioneller Investoren bestätigt.
* Zentralbanken traten weiterhin als Netto-Käufer auf und sicherten sich 863 Tonnen für ihre Reserven.

Technische Lage und Ausblick

Die charttechnische Situation präsentiert sich angesichts des neuen Allzeithochs von 5.526,30 US-Dollar bullisch. Mit einem Plus von fast 12 Prozent allein in den letzten sieben Tagen zeigt das Momentum keine Ermüdungserscheinungen. Der deutliche Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von rund 22 Prozent mahnt zwar kurzfristig zur Vorsicht vor Überhitzungen, unterstreicht aber die enorme Dynamik der aktuellen Bewegung.

Der erfolgreiche Ausbruch über 5.500 US-Dollar ebnet technisch den Weg für weitere Zugewinne. Solange die geopolitischen Risikoprämien aufgrund der Spannungen zwischen Washington und Teheran hoch bleiben, dürfte jeder Rücksetzer von Anlegern als Einstiegschance genutzt werden.

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