Für den dänischen Pharmariesen Novo Nordisk bricht eine entscheidende Phase an. Nach einer turbulenten Zeit, geprägt von Führungswechseln und wachsendem Konkurrenzdruck, stehen am 4. Februar die Zahlen zum vierten Quartal an. Doch Investoren blicken nicht nur auf die Bilanz, sondern vor allem auf den Start der neuen Wegovy-Tablette in den USA, die den Markt für Abnehmpräparate neu ordnen soll.

Neuer Hoffnungsträger gegen die Konkurrenz

Mit der breiten Markteinführung der oralen Wegovy-Variante am 5. Januar 2026 vollzieht Novo Nordisk einen strategischen Schwenk. Die ersten Daten machen Mut: Laut Medienberichten wurden bereits in der ersten Woche rund 3.100 Rezepte ausgestellt, in der zweiten Woche sprang diese Zahl auf 8.000. Um die Verfügbarkeit sicherzustellen, setzt der Konzern auf Vertriebspartnerschaften mit Amazon und Costco.

Der aggressive Preispunkt von 149 US-Dollar pro Monat für die Einstiegsdosis ist kein Zufall. Novo Nordisk positioniert die Tablette bewusst als kostengünstige Alternative zu den teureren Injektionen. Dieser Schritt zielt direkt auf eine spezifische Bedrohung ab: Sogenannte "Compounded Drugs" – individuell hergestellte Wirkstoffkopien aus Apotheken. CEO Mike Doustdar schätzt, dass etwa 1,5 Millionen Amerikaner diese günstigeren Alternativen nutzen. Mit der neuen Tablette will Novo Nordisk diese preissensiblen Kunden zurück in das eigene Markenuniversum holen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Novo Nordisk?

Marktanteile unter Druck

Dass dieser Gegenangriff notwendig ist, machte Doustdar kürzlich auf einer Gesundheitskonferenz deutlich. Er räumte ein, dass die historische Dominanz von Novo Nordisk in internationalen Märkten bröckelt. Haupttreiber ist der Erzrivale Eli Lilly, der dem dänischen Marktführer zunehmend Anteile abjagt. Hinzu kommt, dass in einigen Ländern die Markexklusivität ausläuft.

Die Aktie spiegelte diese Sorgen zuletzt deutlich wider. Mit einem Kursrückgang von über 37 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten steht das Papier unter erheblichem Druck, auch wenn sich kurzfristig auf Monatssicht (plus 20 Prozent) eine Erholung andeutet.

Pipeline soll Wachstum sichern

Um die Marktposition langfristig zu verteidigen, setzt das Unternehmen neben der neuen Tablette auf eine Erweiterung des Portfolios. Ende 2025 wurde die Übernahme von Akero Therapeutics abgeschlossen. Zudem beantragte Novo Nordisk die Zulassung für eine höher dosierte Wegovy-Injektion sowie für das Kombinationspräparat CagriSema. Letzteres gilt als wichtiger Baustein, um technologisch nicht den Anschluss zu verlieren.

Das Datum, auf das nun alle Augen gerichtet sind, ist der 4. Februar 2026. Vor Börsenöffnung der NASDAQ Copenhagen wird Novo Nordisk die Bücher öffnen. Anleger erwarten dann nicht nur harte Finanzkennzahlen, sondern auch konkrete Aussagen darüber, wie schnell die neue Tablette den Umsatzrückgang durch die Konkurrenz kompensieren kann.

Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...