Novo Nordisk Aktie: Konkurrenzkampf spitzt sich zu
Novo Nordisk steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Während der Pharmariese sein massives Sparprogramm mit 9.000 gestrichenen Stellen fast abgeschlossen hat, warnt CEO Mike Doustdar vor einem "schwierigen Jahr". Die einstige Alleinstellung im Markt für Abnehmpräparate bröckelt, und kurz vor den Zahlen am 4. Februar wächst der Druck durch Rivalen wie Eli Lilly.
Umbau fast beendet
Das im September 2025 angestoßene Restrukturierungsprogramm nähert sich der Zielgeraden. Rund 11 Prozent der weltweiten Belegschaft sind von den Maßnahmen betroffen. Ziel des Managements ist es, bis Ende 2026 jährliche Einsparungen von etwa 8 Milliarden Dänischen Kronen (rund 1,3 Milliarden US-Dollar) zu realisieren.
Diese freiwerdenden Mittel sollen laut Unternehmensangaben jedoch nicht bloß das Ergebnis schönen. Novo Nordisk plant, das Kapital gezielt in den Ausbau der Produktionskapazitäten sowie in Forschung und Entwicklung zu reinvestieren, um die Kernbereiche Diabetes und Adipositas zu stärken.
Warnung vor Marktanteilsverlusten
Die Effizienzsteigerung erscheint angesichts der veränderten Marktlage notwendig. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference räumte CEO Doustdar ein, dass die Exklusivität in mehreren internationalen Märkten verloren gegangen sei. "Wenn man einen sehr hohen Marktanteil hat, wird der Wettbewerb einen Teil davon wegnehmen", so die nüchterne Einschätzung des Konzernchefs angesichts aufkommender Gegenwinde.
Neben dem US-Konkurrenten Eli Lilly, dessen Präparat Zepbound zunehmend Marktanteile gewinnt, formiert sich weitere Konkurrenz. So meldete Roche Ende Januar positive Phase-2-Daten für seinen Kandidaten CT-388, der eine vergleichbare Wirksamkeit wie bestehende Behandlungen zeigte.
Gegenoffensive mit Tabletten-Version
Um die Marktposition zu verteidigen, hat Novo Nordisk in den USA mit der Einführung der oralen Wegovy-Variante begonnen. Als erste von der FDA zugelassene Schlucktablette zur Gewichtsreduktion soll sie Patienten ansprechen, die Injektionen ablehnen. Zwar erfordert die Einnahme eine Nüchternphase, doch das Management verweist auf die rund 1,5 Millionen Patienten, die bereits das Diabetes-Mittel Rybelsus unter ähnlichen Bedingungen nutzen, als Beweis für die Marktakzeptanz.
Anleger blicken nun auf den 4. Februar 2026. Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, wie sich der Mix aus Kostensenkungen und wachsendem Wettbewerbsdruck in der Bilanz niederschlägt. Die Aktie, die auf 12-Monats-Sicht rund 39 Prozent an Wert eingebüßt hat, notiert aktuell fast punktgenau auf ihrem 200-Tage-Durchschnitt und steht damit vor einer richtungsweisenden Woche.
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