Der einstige Börsenliebling Novo Nordisk hat seine Anleger kalt erwischt. Statt der gewohnten Wachstumsstory präsentierte der dänische Pharmakonzern einen düsteren Ausblick für 2026, der sinkende Umsätze und Gewinne vorhersagt. Der Markt reagierte auf diese unerwartete Trendwende prompt mit massiven Abverkäufen.

Prognose verhagelt die Stimmung

Verantwortlich für den Kursrutsch ist primär die Unternehmensprognose für das kommende Jahr. In dem am Dienstag veröffentlichten Finanzbericht geht Novo Nordisk davon aus, dass sowohl der bereinigte Umsatz als auch das operative Ergebnis im Jahr 2026 um 5 bis 13 Prozent (zu konstanten Wechselkursen) zurückgehen werden.

Das Management nennt konkrete Gründe für diesen drastischen Dämpfer. Zum einen erwartet der Konzern einen verschärften Preisdruck in den USA, bedingt durch regulatorische Änderungen. Zum anderen wächst die Konkurrenz im wichtigen Markt für Adipositas-Behandlungen. Erschwerend kommt hinzu, dass für den Wirkstoff Semaglutide in wichtigen internationalen Märkten der Patentschutz ausläuft, was die Umsätze belasten dürfte.

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Solides Vorjahr und neue Hoffnungsträger

Der Blick in den Rückspiegel fällt dagegen positiv aus. Das Geschäftsjahr 2025 schloss Novo Nordisk mit einem Umsatzplus von 10 Prozent auf 309,1 Milliarden Dänische Kronen (DKK) ab. Das operative Ergebnis kletterte um 6 Prozent. Wachstumstreiber war erneut die Sparte für Adipositas-Behandlungen, die dank des Blockbusters Wegovy um 31 Prozent zulegte.

Ein Lichtblick für die Zukunft könnte die orale Formulierung von Wegovy sein, die im Januar 2026 in den USA eingeführt wurde. Bis Ende Januar verzeichnete das Präparat bereits rund 50.000 Verschreibungen pro Woche. Um die Anleger bei Laune zu halten, schlägt der Vorstand zudem eine Gesamtdividende von 11,70 DKK je Aktie für 2025 vor und genehmigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden DKK.

Chartbild schwer angeschlagen

Die fundamentale Enttäuschung spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. In den letzten sieben Tagen verlor das Papier über 15 Prozent an Wert und notiert nun mehr als 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Februar 2025.

Der Ausblick auf 2026 markiert eine harte Zäsur für den Pharmariesen. Während das laufende Rückkaufprogramm und die Dividende eine gewisse Stütze bieten sollen, liegt der operative Fokus nun zwingend auf der erfolgreichen Marktdurchdringung der neuen Produkte, um den prognostizierten Umsatzschwund in den USA und durch Patentverluste abzufedern.

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