SAP lieferte zum Jahresabschluss 2025 solide Ergebnisse – und enttäuschte trotzdem. Während Umsatz, Profitabilität und vor allem der Free Cashflow die Erwartungen übertrafen, sorgte eine zentrale Kennzahl für das Cloud-Geschäft für Ernüchterung. Das Management reagierte prompt mit einem Milliarden-Rückkaufprogramm und demonstrativen Insiderkäufen.

Die wichtigsten Fakten:
- Clouderlöse 2025: 21,02 Mrd. Euro (+26% währungsbereinigt)
- Free Cashflow nahezu verdoppelt auf 8,24 Mrd. Euro
- Current Cloud Backlog wuchs um 25% – unter Erwartungen
- Aktienrückkauf über 10 Mrd. Euro angekündigt
- CFO Dominik Asam kaufte für über 1 Mio. Euro eigene Aktien

Cloud-Auftragsbestand enttäuscht Investoren

Der Knackpunkt der am 29. Januar vorgelegten Zahlen: Der "Current Cloud Backlog" – jener Teil des Auftragsbestands, der kurzfristig in Umsatz umgewandelt wird – legte währungsbereinigt um 25 Prozent zu. Klingt robust, reichte dem Markt aber nicht. Investoren hatten auf ein stärkeres Wachstum gehofft, zumal die Prognose für 2026 auf eine Verlangsamung hindeutet.

Diese Kennzahl gilt als Frühindikator für die künftige Geschäftsdynamik. Bleibt das Wachstum hier zurück, droht dem Cloud-Geschäft mittelfristig Gegenwind – trotz aller KI-Versprechen. Der aktuelle Kurs von 167 Euro liegt mittlerweile über 40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 280,40 Euro.

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Gegenwehr mit Milliarden-Rückkauf

Die Reaktion des Managements folgte auf dem Fuß. SAP kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro an, verteilt auf zwei Jahre. Solche Programme dienen der Kurspflege und sollen das Vertrauen in die eigene Strategie unterstreichen.

Parallel griffen Vorstände selbst zu: Finanzvorstand Dominik Asam erwarb am 30. Januar SAP-Aktien im Wert von über einer Million Euro. Ein deutliches Signal, dass das Management die aktuelle Bewertung für attraktiv hält.

KI als strategischer Hoffnungsträger

Unabhängig von der aktuellen Zahlendebatte setzt SAP weiter auf Künstliche Intelligenz als zentralen Wachstumstreiber. Die Integration von "SAP Business AI" war bereits in einem Großteil der Cloud-Verträge im vierten Quartal enthalten. Das Unternehmen positioniert sich als Profiteur der steigenden Nachfrage nach KI-gestützten Unternehmensanwendungen.

Der Free Cashflow von 8,24 Milliarden Euro – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr – verschafft dem Konzern finanziellen Spielraum für Investitionen und Aktionärsausschüttungen. Ob das reicht, um die Skepsis bezüglich des künftigen Cloud-Wachstums zu zerstreuen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Die Aktie steht jedenfalls unter Beobachtung.

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