Nordex liefert weiter ab. Nach einem beeindruckenden Rekordjahr 2025 sichert sich der Turbinenbauer am 3. März 2026 erneut einen deutschen Großauftrag – diesmal für 56 MW in Hessen, inklusive 20-jähriger Vollwartung. Die Aktie hat sich innerhalb von zwölf Monaten mehr als verdreifacht. Doch wie nachhaltig ist diese Entwicklung?

Auftrag festigt Heimatmarktposition

Der Windpark Wippershainer Höhe nahe Bad Hersfeld wird mit acht N163/6.X-Turbinen auf 164 Meter hohen Hybridtürmen ausgestattet. Auftraggeber ist Qualitas Energy Deutschland, Teil eines spanischen Energiekonzerns mit über 3 GW Wind-Portfolio und mehr als 100 Projekten in Deutschland. Die erste Turbine soll im Sommer 2027 installiert werden, die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

Der Premium-Vollwartungsvertrag über zwei Jahrzehnte unterstreicht ein zentrales Element der Nordex-Strategie: Langfristige Serviceverträge sorgen für wiederkehrende Erlöse und stabilisieren das Ergebnis unabhängig vom zyklischen Projektgeschäft.

Auftragsflut hält an

Der Hessen-Auftrag reiht sich in eine Serie starker Ordereingänge ein. Im vierten Quartal 2025 lagen die Bestellungen bei knapp 3,6 GW – ein Plus von gut neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wert des Auftragseingangs kletterte im selben Zeitraum um rund zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergibt sich ein noch deutlicheres Bild: Der Auftragseingang im Projektbereich legte um ein Viertel auf 9,3 Milliarden Euro zu.

Von vier auf acht Prozent Marge

Das Geschäftsjahr 2025 markierte einen operativen Wendepunkt. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich nahezu von 4,1 auf 8,4 Prozent. Besonders das vierte Quartal überzeugte mit einer Marge von 12,1 Prozent – weit über den ursprünglichen Prognosen. Bei einem Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro beschäftigt das Unternehmen mittlerweile über 11.100 Mitarbeiter.

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Die Effizienzgewinne basieren maßgeblich auf der Delta4000-Plattform, die sich zum zentralen Treiber in Europa und Nordamerika entwickelt hat. Die Plattform ermöglicht kosteneffiziente Energielösungen ohne unmittelbaren Bedarf an neuen Produktentwicklungen.

Ambitionierte Ziele für 2026

Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an – ein Wachstum von neun bis 19 Prozent. Die EBITDA-Marge soll in einer Spanne von acht bis elf Prozent liegen. Mittelfristig hat sich Nordex ein neues Ziel gesetzt: eine EBITDA-Marge von zehn bis zwölf Prozent über den Zyklus.

Bemerkenswert ist die erstmals in der über 30-jährigen Börsengeschichte eingeführte Aktionärsausschüttung. Ab 2027 plant Nordex eine Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro jährlich – entweder als Dividende oder Aktienrückkauf. Das Investitionsbudget für 2026 liegt bei rund 200 Millionen Euro.

Rückenwind durch KI-Boom

Die fundamentalen Rahmenbedingungen bleiben günstig. Gesunkene Zinsen erhöhen das Investitionsinteresse in Erneuerbare Energien. Zusätzlichen Schub liefert der stark steigende Energiebedarf durch Rechenzentren für KI-Anwendungen. Nordex hat seit 1985 über 64 GW Windenergieleistung in mehr als 40 Märkten installiert und verfügt über ein Fertigungsnetzwerk in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien und den USA.

Mit dem aktuellen Auftrag festigt das Unternehmen seine Position als bevorzugter Lieferant für Onshore-Windprojekte in Deutschland. Die Kombination aus Projektgeschäft und langfristigen Serviceverträgen schafft eine stabilere Ertragsbasis – ein Konzept, das bei Investoren zunehmend auf Resonanz stößt.

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