Wenige Tage vor den Jahreszahlen geht das Mainzer Biotech-Unternehmen in die Offensive. Mitten im eskalierenden Streit um mRNA-Patente hat BioNTech Konkurrent Moderna verklagt – ein Schritt, der die Wettbewerbsdynamik neu ordnet. Gleichzeitig sorgt ein Milliarden-Vergleich in der Branche für Aufsehen, der auch für BioNTechs laufende Verfahren Signalwirkung haben könnte.

Milliarden-Vergleich als Warnsignal

Die Patentkriege im mRNA-Sektor erreichen eine neue Dimension. Am Dienstag einigte sich Konkurrent Moderna auf eine Zahlung von bis zu 2,25 Milliarden Dollar an Roivant Sciences, um Ansprüche bezüglich der Lipid-Nanopartikel-Technologie (LNP) beizulegen. Dieser Vergleich ist für BioNTech hochrelevant: Auch die Mainzer sehen sich ähnlichen Klagen von Genevant und Arbutus wegen genau dieser Technologie gegenüber. Die hohe Zahlungsbereitschaft Modernas könnte die Position der Kläger in diesen Parallelverfahren stärken und den Druck auf BioNTech erhöhen.

Gegenangriff in Delaware

BioNTech beschränkt sich jedoch nicht auf die Verteidigung, sondern schlägt aktiv zurück. Das Unternehmen reichte vor einem Bundesgericht in Delaware Klage gegen Moderna ein. Der Vorwurf: Modernas weiterentwickelter Covid-Impfstoff „mNEXSPIKE“ verletze Patente, die BioNTech und Pfizer für ihre effizientere mRNA-Dosierung halten. Wirtschaftlich steht hier viel auf dem Spiel, da dieses Produkt laut Klageschrift mehr als die Hälfte von Modernas prognostizierten Covid-Umsätzen bis zur Saison 2026 sichern soll. An der Börse reagierten Anleger bisher gelassen auf die juristische Eskalation; die Aktie notiert aktuell bei rund 87 Euro und liegt seit Jahresanfang gut 5 Prozent im Plus.

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Zahlen und Zukunftsmusik

Abseits der juristischen Auseinandersetzungen richten sich die Blicke auf den 10. März. Dann präsentiert BioNTech die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Das finanzielle Polster ist mit 17,2 Milliarden Euro an Barmitteln und Investitionen (Stand Ende 2025) weiterhin massiv, was die strategische Neuausrichtung hin zur Onkologie absichert. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen 15 Phase-3-Studien und erwartet sieben späte Daten-Readouts, die über künftige Zulassungen entscheiden werden.

Das Jahr 2026 markiert für BioNTech den Übergang von der Pandemie-Gewinnmaschine zum breiten Krebsmedikamenten-Entwickler. Mit der anstehenden Bilanzvorlage am kommenden Dienstag muss das Management beweisen, dass die prall gefüllte Pipeline und die zahlreichen Partnerschaften nun konkrete klinische Erfolge liefern können.

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