Zwei Meldungen am gleichen Tag, beide mit strategischer Substanz: Nordex hat am 17. März einen Doppelauftrag für Repowering-Projekte auf Fehmarn gemeldet und gleichzeitig eine überarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt. Zusammen zeichnen sie ein Bild eines Unternehmens, das seinen Wachstumskurs gezielt auf mehreren Ebenen absichert.

137 Megawatt für die Ostsee

Der Auftrag von der Fehmarn-Mitte GmbH umfasst 24 Windenergieanlagen des Typs N163/5.X für die Windparks Fehmarn-Mitte I und II — insgesamt 136,8 MW. Die neuen Turbinen mit je 5,7 MW Nennleistung ersetzen ältere Anlagen: weniger Maschinen, mehr Ertrag. Installation ist für Sommer 2027 geplant, die Inbetriebnahme für Herbst 2027.

Zum Auftrag gehört ein 20-jähriger Premium-Servicevertrag. Genau dieses Servicegeschäft gilt als das margenstärkere Standbein im Geschäftsmodell — planbare, wiederkehrende Einnahmen, die das zyklische Projektgeschäft ausbalancieren. Fast 14.000 gewartete Turbinen weltweit sorgen bereits heute für ein wachsendes Service-Segment.

Der Fehmarn-Auftrag steht exemplarisch für einen strukturellen Trend: Viele der in den 1990er-Jahren installierten deutschen Windparks nähern sich dem Ende ihrer technischen Lebensdauer. Nordex behandelt diesen Markt nicht als Nische, sondern als strategisches Wachstumsfeld.

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ESG-Strategie mit messbaren Zielen

Parallel zur Auftragsmeldung präsentierte Nordex eine neue Nachhaltigkeitsstrategie, die das bisherige Rahmenwerk ablöst. Sie richtet sich an den EU-CSRD-Anforderungen aus und führt messbare Ziele in sieben ESG-Schwerpunktbereichen ein — mit besonderem Fokus auf die Dekarbonisierung der Lieferkette.

Die Bilanz der auslaufenden Strategie gibt dem Neustart Gewicht: 92,2 Millionen Tonnen CO₂e wurden vermieden, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen seit 2022 um 36,6 Prozent gesenkt. Sämtliche Umsätze des Unternehmens sind EU-taxonomiekonform eingestuft, ebenso über 92 Prozent der Investitions- und Betriebsausgaben. Das erleichtert den Zugang zu institutionellem Kapital aus ESG-gebundenen Fonds und Versicherungen.

Operativ auf Kurs

Die Fehmarn-Aufträge fügen sich in ein starkes operatives Umfeld ein. Nordex verdoppelte die EBITDA-Marge 2025 auf 8,4 Prozent — ein Ziel, das ein volles Jahr früher als geplant erreicht wurde. Der Auftragseingang stieg um 22,5 Prozent auf über 10 Gigawatt. Für 2026 plant das Unternehmen einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent.

Erstmals in seiner Börsengeschichte hat Nordex zudem eine Ausschüttungspolitik definiert: Ab 2027 ist eine Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro jährlich vorgesehen, wahlweise als Dividende oder Aktienrückkauf. Die Aktie notiert mit einem Plus von rund 174 Prozent auf Jahressicht in der Nähe ihres 52-Wochen-Hochs — das operative Fundament für diese Entwicklung liefern Meldungen wie die vom vergangenen Dienstag.

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