Hunderttausende veraltete Panzerabwehrminen, ein neuer Kooperationsvertrag und eine klare industriepolitische Botschaft: Rheinmetall vertieft seine Präsenz in Italien. Die dortige Tochtergesellschaft RWM Italia hat Ende Februar eine Absichtserklärung mit der Agenzia Industrie Difesa (AID) unterzeichnet, um den Bestand der italienischen Armee an MATS-Minen auf den modernisierten Standard MATS MK2 zu heben.

Modernisierung statt Neubeschaffung

Der Ansatz ist bewusst kostensparend: Statt neuer Systeme werden die vorhandenen Minen überarbeitet — Zünder aktualisiert, Sprengstoff validiert, Lagerfähigkeit verlängert. RWM Italia übernimmt dabei die Rolle der Design Authority für die neue Variante. Mit den Umrüstarbeiten soll innerhalb der nächsten zwölf Monate begonnen werden, neue Stellen entstehen auf beiden Seiten der Kooperation.

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Das Projekt steht exemplarisch für Rheinmetalls Strategie, Produktionskapazitäten direkt in Partnerländern aufzubauen. Neben dem Italien-Programm fließen bis zu 300 Millionen Euro in ein neues Werk in Litauen, das noch 2026 den Betrieb aufnehmen soll. In Unterlüß entsteht eine 500-Millionen-Euro-Anlage, die ab 2027 auf 350.000 Artillerieschuss jährlich ausgelegt ist.

Starkes Fundament, schwächere Aktie

Das fundamentale Bild des Konzerns bleibt überzeugend: 9,9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 — ein Plus von 29 Prozent — und eine Prognose von bis zu 14,5 Milliarden Euro für 2026. Der Auftragsbestand von 63,8 Milliarden Euro sichert die Wachstumsstory auf Jahre ab.

Trotzdem steht die Aktie unter Druck. Mit einem Schlusskurs von 1.505 Euro am Freitag liegt der Titel rund 24 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro und notiert deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Der RSI von 85,6 deutet zudem auf eine überkaufte Ausgangslage hin, was kurzfristige Gegenbewegungen begünstigen kann.

Eine offene Baustelle bleibt der geplante Verkauf der Automobilsparte. Rheinmetall strebt eine verbindliche Vereinbarung spätestens bis zum dritten Quartal 2026 an. Gelingt der Abschluss, wäre die Transformation zum reinen Verteidigungskonzern vollzogen. Bis dahin liefern Aufträge wie das Modernisierungsprogramm in Italien konkrete Belege dafür, dass die dezentrale Wachstumsstrategie greift — die Q1-Zahlen am 7. Mai werden zeigen, ob sich das auch in den Büchern niederschlägt.

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