Uniper lässt die existenzbedrohende Gaskrise endgültig hinter sich. Mit dem Vorschlag der ersten Dividende seit Jahren und der vollständigen Rückzahlung der Staatshilfen signalisiert der Konzern die Rückkehr in den regulären Kapitalmarktmodus. Das weckt neues Vertrauen bei den Investoren und markiert einen Wendepunkt in der jüngeren Unternehmensgeschichte.

Der Vorstand schlägt für das Geschäftsjahr 2025 eine Ausschüttung von 0,72 Euro je Aktie vor. Insgesamt fließen damit rund 300 Millionen Euro an die Anteilseigner – wobei die Bundesrepublik als 99-Prozent-Eigner der Hauptprofiteur bleibt. Wichtiger als die reine Summe ist die Symbolik: Die finanzielle Stabilisierung ist abgeschlossen. Bereits im März 2025 wurden die letzten 2,55 Milliarden Euro an den Bund überwiesen, womit sämtliche Erstattungsansprüche aus der Krise von 2022 beglichen sind.

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Solide Basis für den Umbau

Operativ untermauerte Uniper diesen Schritt mit einem bereinigten EBITDA von knapp 1,1 Milliarden Euro. Damit erreichte das Unternehmen seine gesteckten Ziele für 2025 punktgenau. Am Freitag reagierte der Markt positiv auf die Nachrichten: Die Aktie legte um 4,80 Prozent auf 41,45 Euro zu. Mit einem Plus von über 23 Prozent seit Jahresbeginn nähert sich das Papier damit wieder seinem 52-Wochen-Hoch von 46,75 Euro an.

Das Unternehmen agiert nun aus einer Netto-Cash-Position von rund 2,8 Milliarden Euro heraus. Dieser finanzielle Spielraum ist notwendig, da Uniper bis 2030 Investitionen von rund fünf Milliarden Euro in die Transformation des Portfolios plant. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau wasserstofffähiger Gaskraftwerke sowie grüner Erzeugungskapazitäten, die bereits im vergangenen Jahr steigende Ergebnisbeiträge lieferten.

Ausblick und Staatsanteil

Für das laufende Jahr 2026 erwartet das Management eine Fortsetzung der operativen Normalisierung. Die Prognose sieht ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,0 und 1,3 Milliarden Euro vor. Beim bereinigten Konzernergebnis wird ein Wert zwischen 350 und 600 Millionen Euro angestrebt.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung bleibt der geplante Rückzug des Staates. Gemäß EU-Auflagen muss die Bundesregierung ihren Anteil bis spätestens Ende 2028 auf 25 Prozent plus eine Aktie senken. Die schrittweise Platzierung dieser riesigen Aktienpakete am Markt dürfte die Volatilität des Titels in den kommenden zwei Jahren maßgeblich bestimmen.

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