Eine überraschende politische Kehrtwende in Washington beendet die jüngste Kursrally des Düngemittelherstellers abrupt. Weil die USA zwei belarussische Produzenten von ihrer Sanktionsliste streichen, droht dem Weltmarkt ein massives Überangebot an Kali. Für das Kasseler Unternehmen kommt diese Entwicklung zur absoluten Unzeit.

Gefährlicher Preisdruck

Die Rückkehr des belarussischen Kalis auf die Weltbühne könnte weitreichende Folgen haben. Marktbeobachter kalkulieren bereits mit einem Preisrückgang beim Düngemittel von bis zu 20 Prozent. Anleger reagierten prompt und schickten den Titel am Freitag mit einem deutlichen Minus von 9,39 Prozent auf 14,95 Euro ins Wochenende. Damit löst sich die geopolitische Prämie, die den Kurs wenige Tage zuvor noch auf ein neues 52-Wochen-Hoch getrieben hatte, rasant in Luft auf.

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Wachstumspläne in Gefahr

Dieser plötzliche Angebotsdruck torpediert die Jahreskalkulation von K+S. Um das angepeilte operative Ergebnis (EBITDA) von 600 bis 700 Millionen Euro zu erreichen, rechnete das Management fest mit einer moderaten Preiserholung. Besonders der brasilianische Schlüsselmarkt stand dabei im Fokus, da hier die weltweiten Kapazitäten zuletzt voll ausgelastet waren. Ein globaler Preisrutsch würde dieses Szenario zunichtemachen. Erschwerend kommt für Aktionäre hinzu, dass die Dividende von 15 auf 7 Cent je Anteilsschein gekappt wurde.

Absicherung als Puffer

Einziger Lichtblick in dieser angespannten Gemengelage ist die weitsichtige Energiepolitik der Kasseler. Rund 70 Prozent des Erdgasbedarfs für die europäischen und kanadischen Standorte sind für das laufende Jahr bereits preislich fixiert. Das schützt den Konzern zumindest vor plötzlichen Kostenexplosionen bei der Produktion und sichert die Margen auf der Ausgabenseite ab.

Die angelaufene Frühjahrssaison liefert nun den entscheidenden Härtetest für das Unternehmen. Nur wenn die tatsächliche globale Kalinachfrage aus der Landwirtschaft stark genug ausfällt, um die neuen belarussischen Mengen zügig zu absorbieren, lässt sich ein tieferer Einbruch der Verkaufspreise verhindern. Andernfalls rückt das untere Ende der Gewinnprognose unausweichlich näher.

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