Nordex Aktie: Anhaltender Aufwärtstrend!
Nordex liefert starke operative Fakten: Der Turbinenbauer sichert sich 2025 erneut die Spitzenposition im deutschen Onshore-Windmarkt und meldet gleichzeitig einen historischen Rekord beim weltweiten Auftragseingang. Die Börse tut sich jedoch noch schwer, diese Stärke vollständig einzupreisen – steckt die Aktie in einer gesunden Konsolidierung oder am Beginn einer Trendwende?
Starke Marktposition in Deutschland
Im Heimatmarkt hat Nordex seine Rolle als führender Anbieter eindrucksvoll bestätigt. Nach aktuellen Daten der Fachagentur Windenergie an Land entfielen 2025 rund 31,5 % der neu ans Netz gebrachten Onshore-Windkraftleistung in Deutschland auf Anlagen des Konzerns.
In der Praxis bedeutet das:
- 285 neu installierte Nordex-Turbinen
- Gesamtleistung: knapp 1.647 Megawatt (MW)
- Zum zweiten Mal in Folge Marktführer in Deutschland
Diese Dominanz signalisiert, dass Technologie und Projektabwicklung gut angenommen werden – und das in einem Umfeld, in dem der deutsche Markt nach einer längeren Schwächephase wieder deutlich an Fahrt aufnimmt.
Rekord-Auftragseingang sichert Basis
Parallel zur starken Position in Deutschland profitiert Nordex von einer breiten internationalen Nachfrage. Das Geschäftsjahr 2025 wurde mit einem Rekord-Auftragseingang von 10,2 Gigawatt (GW) abgeschlossen. Gegenüber dem bereits soliden Vorjahr entspricht das einem Plus von 22,5 %.
Besonders stark fiel das vierte Quartal aus:
- Auftragseingang Q4: 3,6 GW
- Durchschnittlicher Verkaufspreis (ASP) im Q4: 0,89 Mio. Euro pro MW
- ASP auf Vorjahresniveau, also stabile Preisqualität trotz Wachstums
Damit wächst nicht nur das Volumen, auch die Erlösstruktur bleibt stabil – ein wichtiger Punkt für die künftige Profitabilität.
Breite internationale Nachfrage
Die Aufträge kommen nicht nur aus dem Heimatmarkt, sondern aus mehreren Kernregionen. Jüngste Projektmeldungen unterstreichen die geografische Streuung:
- Kanada: neue Bestellungen über 508 MW
- Spanien: zusätzliche Aufträge über 246 MW
- Frankreich, Belgien, Portugal: Projekte mit zusammen 414 MW
Zu den Projekten gehören jeweils auch langfristige Service-Verträge. Diese verlängern die Wertschöpfung pro Anlage deutlich und sorgen für wiederkehrende Umsätze über viele Jahre – ein stabilisierender Faktor in einem sonst eher zyklischen Projektgeschäft.
Aktie zwischen Stärke und Konsolidierung
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke bislang nur teilweise wider. Gestern schloss die Aktie bei 31,76 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Anstieg von rund 162 % zu Buche – ein kräftiger Aufschwung, der nun in eine volatilere Phase übergeht.
Einige markante Kennzahlen:
- 52-Wochen-Hoch: 33,32 Euro (Abstand etwa -4,7 %)
- 52-Wochen-Tief: 10,90 Euro (Abstand rund +191 %)
- Kurs liegt gut 10 % über dem 50-Tage-Durchschnitt und etwa 40 % über dem 200-Tage-Durchschnitt
- RSI (14 Tage) bei 32,0 – technisch bereits nah am überverkauften Bereich
Nach dem schnellen Anstieg über die Marke von 30 Euro kam es zuletzt zu Gewinnmitnahmen. Vor diesem Hintergrund ist die leichte Korrektur im kurzfristigen 7-Tage-Zeitraum mit rund -1,7 % eher eine Atempause innerhalb eines übergeordnet starken Aufwärtstrends, während der 30-Tage-Anstieg von gut 10 % das nach wie vor konstruktive Bild untermauert.
Fazit: Fundamentale Stärke, sensible Börse
Unter dem Strich stehen zwei klare Botschaften: Operativ präsentiert sich Nordex so robust wie seit Jahren nicht – mit Marktführerschaft in Deutschland, einem Rekord-Auftragseingang von 10,2 GW und gut gefüllten Auftragsbüchern in Europa und Nordamerika. An der Börse trifft diese Stärke auf einen Kurs, der nach einer Verdreifachung binnen zwölf Monaten nachvollziehbar anfällig für Schwankungen ist.
In den kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob die Kombination aus hoher Auslastung, stabilen Preisen und langfristigen Service-Verträgen das Vertrauen in die Ertragskraft weiter festigt. Hält der Kursbereich um 30 Euro als neue Basis, wäre das ein deutliches Signal, dass der Markt die fundamentale Verbesserung zunehmend bestätigt.
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