Nokia Aktie: Fokus KI-Netze
Nokia zieht in der KI-Infrastruktur gleich an zwei Fronten nach: sichere Glasfaserverbindungen für Rechenzentren und ein neues, cloudbasiertes 5G-Kernnetz als Abo-Service. Dahinter steckt ein klares Ziel: Telekom-Technik soll schneller skalieren, leichter zu betreiben sein – und in Zeiten von KI und steigenden Sicherheitsanforderungen bestehen. Was bringen diese Schritte operativ wirklich?
Quantum-sichere Optik für KI-Rechenzentren
Gestern meldeten Nokia und Japans KDDI eine erfolgreiche Demonstration von „quantum-sicherem“ optischem Transport im Sakai Data Center in Osaka. Das Rechenzentrum ist erst seit dem 22. Januar 2026 in Betrieb und laut den Partnern auf anspruchsvolle KI-Workloads ausgelegt.
Technisch setzte Nokia dabei auf seine 1830 Photonic Service Switch (PSS) mit C+L-Band sowie den 1830 Security Management Server. KDDI bestätigte laut Mitteilung, dass sich damit eine sichere, skalierbare und „AI-ready“ Infrastruktur mit quantensicherer Verschlüsselung bei voller Geschwindigkeit über verteilte Rechenzentren abbilden lässt. Für Nokia ist das wichtig, weil KI-Rechenzentren nicht nur Bandbreite, sondern auch neue Sicherheitsstandards verlangen – und genau dort können sich Netzwerkausrüster differenzieren.
Optische Netze bleiben der Wachstumsmotor
Der Deal passt in ein Bild, das Nokia bereits mit den Zahlen für das vierte Quartal 2025 untermauert hatte: Die Sparte Optical Networks war laut damaligem Bericht der Wachstumstreiber, der Umsatz stieg um 17%. Zudem lag das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-bill) über 1 – ein Hinweis darauf, dass mehr Aufträge hereinkommen als abgearbeitet werden. Nokia rechnet für 2026 außerdem mit einem kombinierten Wachstum von 10 bis 12% in IP- und Optical Networks.
In diesem Kontext wirkt die KDDI-Demo weniger wie ein Laborprojekt, sondern eher wie ein Schaufenster dafür, wie Nokia seine Optik-Sparte in KI-nahe Budgets hinein positionieren will.
5G Core als SaaS: Citymesh startet kommerziell
Schon am 19. Februar folgte die zweite Meldung: Der belgische Anbieter Citymesh hat laut Nokia den weltweit ersten kommerziellen Mobilfunkdienst gestartet, der auf „5G Core SaaS“ basiert – bereitgestellt von Nokia und betrieben auf Amazon Web Services. Die Idee dahinter: Der 5G-Kern (also das „Gehirn“ des Mobilfunknetzes) wird als Software-Abo konsumiert. Das soll laut Nokia die Anfangsinvestitionen senken und den Betrieb vereinfachen, weil Updates, Skalierung und Infrastruktur stärker standardisiert in der Cloud laufen.
Citymesh will die Plattform für Unternehmenskunden nutzen – etwa an Veranstaltungsorten, Flughäfen, in Krankenhäusern und im Transportumfeld – und damit auch ein neues Mobilfunkangebot für Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützen.
Zum Börsenbild: Die Aktie schloss gestern (Montag) bei 6,42 € und liegt damit rund 6,5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.
Wichtige Termine: Hauptversammlung und Quartalszahlen
Neben den Produktmeldungen sind die nächsten Fixpunkte bereits gesetzt: Die Hauptversammlung ist für den 9. April 2026 angekündigt, die Zahlen zum ersten Quartal 2026 folgen am 23. April. Bis dahin dürften Investoren besonders darauf achten, ob sich die KI- und Cloud-Nachfrage, die Nokia als Treiber nennt, weiter in einem robusten Auftragseingang in IP- und Optik-Netzen niederschlägt.
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