Nokia Aktie: Analysten uneinig
Die Nokia-Aktie zeigt sich am heutigen Freitag an der Börse Helsinki bemerkenswert widerstandsfähig. Während der Tech-Sektor in den USA unter Druck steht, trotzen die Papiere des finnischen Netzwerkausrüsters dem Abwärtstrend. Doch im Hintergrund tobt ein Streit der Experten: Ist die aktuelle Bewertung nach der jüngsten Aufspaltung eine Kaufgelegenheit oder eine Falle?
Neue Prognosen nach Zahlen
Auslöser für die aktuelle Bestandsaufnahme ist eine frische Analyse von AlphaValue/Baader Europe. Das Analysehaus passte am 13. Februar seine Gewinnprognosen an, nachdem die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht wurden. Der Markt verarbeitet derzeit noch den Jahresumsatz von rund 19,9 Milliarden Euro, wobei der Fokus der Investoren nun primär auf der zukünftigen Ertragskraft liegt.
Obwohl AlphaValue spezifische Details zur Anpassung nennt, bleibt der breite Marktkonsens vorerst optimistisch. Laut Daten von MarketScreener raten die befragten Analysten im Durchschnitt weiterhin zu "Outperform", mit einem mittleren Kursziel von etwa 5,79 Euro.
Die Bewertungsschere
Besonders auffällig ist jedoch die massive Diskrepanz bei den Einzelmeinungen. J.P. Morgan bekräftigte kürzlich das Rating "Overweight" und hob das Kursziel auf 8,20 US-Dollar an. Die Bank sieht deutliches Aufwärtspotenzial und lobt die Positionierung des Konzerns im Bereich Netzwerkinfrastruktur.
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Ganz anders die Einschätzung der Citigroup: Hier rät man mit einem Kursziel von lediglich 4,65 Euro zum Verkauf ("Sell"). Diese Skepsis begründet sich in der anhaltenden Unsicherheit über das Tempo der 5G-Monetarisierung und den operativen Folgen der seit Jahresbeginn 2026 greifenden Umstrukturierung in zwei separate Sparten.
Diskrepanz an den Börsen
Diese Unsicherheit spiegelt sich auch im unterschiedlichen Kursverhalten wider. Während sich das Papier in Helsinki heute um die Marke von 5,84 Euro stabilisiert, geriet die US-Notierung gestern unter die Räder. An der NYSE verlor die Aktie über 5 Prozent auf 6,97 US-Dollar, mitgerissen von einem allgemeinen Ausverkauf im Nasdaq Composite und Ängsten vor KI-bedingten Marktverschiebungen.
Trotz der transatlantischen Turbulenzen verteidigt die Aktie in Helsinki ein Plus von rund 4,85 Prozent seit Jahresbeginn. Für den weiteren Kursverlauf im ersten Quartal wird entscheidend sein, ob die strategische Neuausrichtung das Vertrauen der skeptischen Marktteilnehmer zurückgewinnen kann.
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