Nikkei 225: Rekordjagd vor dem Ende?
Der japanische Leitindex kletterte am Mittwoch auf ein neues Allzeithoch von 54.341 Punkten – ein Plus von 1,48 Prozent. Damit hat der Nikkei in drei aufeinanderfolgenden Sitzungen mehr als 3.200 Punkte oder 6,2 Prozent zugelegt. Doch jetzt droht die Rallye ins Stocken zu geraten.
Verantwortlich für den jüngsten Höhenflug waren vor allem Finanzwerte und Automobilaktien. Mitsubishi UFJ Financial sprang um 3,50 Prozent nach oben, Mizuho Financial gewann 3,02 Prozent. Bei den Autoherstellern legte Nissan Motor 2,53 Prozent zu, Honda Motor kletterte um 1,71 Prozent. Einzig Softbank Group fiel mit einem Minus von 4,18 Prozent negativ auf.
Politische Fantasie als Kurstreiber
Hinter dem Kursanstieg stehen Spekulationen über mögliche Neuwahlen in Japan. Premierministerin Sanae Takaichi, seit Oktober 2025 im Amt, könnte ihre derzeit hohe Popularität nutzen, um ihre Machtposition durch neue Mehrheitsverhältnisse zu festigen. Takaichi steht für eine aggressive Fiskalpolitik und eine expansive Geldpolitik – Musik in den Ohren der Anleger, die auf weitere Konjunkturstimuli hoffen.
Gefahren am Horizont
Doch die Freude könnte von kurzer Dauer sein. Die Marktstrategen warnen vor wachsenden geopolitischen Spannungen. Donald Trumps Drohungen bezüglich Grönland, politische Unruhen im Iran und der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt belasten die Stimmung. An der Wall Street gaben die Indizes bereits nach – der Nasdaq verlor am Mittwoch ein Prozent, der S&P 500 fiel um 0,53 Prozent.
Wie stark ist der japanische Markt wirklich?
Überkaufte Märkte bereiten Sorgen
Analysten sehen die asiatischen Börsen mittlerweile als überkauft an. Der Nikkei steht bei über 54.000 Punkten – eine Marke, die technisch kaum zu rechtfertigen ist. Anleger dürften nun zunehmend Gewinne mitnehmen, zumal die Tech-Werte an den US-Börsen bereits deutliche Schwäche zeigen.
Am Donnerstagmorgen werden zudem die japanischen Erzeugerpreise für Dezember veröffentlicht. Erwartet wird ein Anstieg von 0,1 Prozent im Monatsvergleich und 2,4 Prozent im Jahresvergleich – ein Rückgang gegenüber den Vormonatswerten von 0,3 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent. Ob diese Zahlen ausreichen, um die Rallye am Leben zu halten, bleibt fraglich.
Die Luft wird dünn auf diesem Niveau. Nach der spektakulären Aufholjagd der vergangenen Tage könnte der Nikkei 225 nun eine Verschnaufpause einlegen – oder schlimmer noch, deutlich korrigieren.
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