Nike steht vor einem Dilemma: Während Großinvestoren massiv zugreifen, verschleudert der Sportartikelhersteller seine Produkte mit Rabatten von bis zu 50 Prozent. Am Black Friday wurden die Kunden mit historisch aggressiven Preisnachlässen gelockt – ein verzweifelter Versuch, die Lagerbestände in den Griff zu bekommen? Oder steckt hinter der Rabattschlacht eine clevere Strategie von CEO Elliott Hill?

Institutionelle Käufer wittern ihre Chance

Während die Aktie seit Jahresbeginn rund 22 Prozent an Wert verloren hat, greifen professionelle Investoren beherzt zu. Korea Investment CORP stockte seine Position um fast 333.000 Aktien auf – ein Investment von knapp 76 Millionen Dollar. Der staatliche Fonds aus Südkorea scheint die aktuellen Kurse nahe Mehrjahrestiefs als Kaufgelegenheit zu interpretieren.

Interessant dabei: Während institutionelle Anleger akkumulieren, trennte sich Chairman Mark Parker erst kürzlich von Aktien. Diese gegenläufigen Signale zeichnen ein widersprüchliches Bild der Marktstimmung. Die Frage lautet: Wer hat den besseren Riecher – die langfristigen Investoren oder die Insider?

Die gefährliche Seite der Rabattschlacht

Nikes Black-Friday-Offensive war beispiellos aggressiv. Bis zu 50 Prozent Nachlass plus zusätzliche Mitgliedercodes – das dürfte zwar die Verkaufszahlen nach oben treiben, belastet aber die Bruttomargen massiv. CEO Elliott Hills "Win Now"-Plan setzt offenbar auf kurzfristige Marktanteilssicherung und Lagerbereinigung, statt auf Preissetzungsmacht zu bauen.

Die Strategie ist nicht ohne Risiko. Vier Quartale lang quälte sich Nike mit übervollen Lagern. Jetzt wird der Bestand radikal abgebaut – aber zu welchem Preis? Analysten warnen vor deutlichen Margenbelastungen im kommenden Quartalsbericht.

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Hinzu kommt: Der Wettbewerb schläft nicht. Marken wie On und Hoka fressen Nike Marktanteile ab, während in China die Verkäufe zuletzt um 10 Prozent einbrachen. Die Rabattschlacht könnte ein Zeichen der Schwäche sein – oder der Beginn einer Trendwende.

Dividende und Quartalszahlen im Fokus

Am Montag, 1. Dezember, wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Wer bis Freitagsschluss nicht investiert war, geht leer aus bei der erhöhten Quartalsdividende von 0,41 Dollar je Aktie. Der Kurs dürfte mechanisch um diesen Betrag korrigieren – ein technischer Effekt, keine negative Entwicklung.

Entscheidend wird der 18. Dezember: Dann legt Nike die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vor. Die Wall Street hält sich zurück mit einem vorsichtigen "Moderate Buy"-Rating. Alle warten auf Beweise, dass die Produktpipeline wieder gefüllt wird und die Wachstumsstory zurückkehrt.

Die technische Unterstützung liegt nach der Dividendenanpassung bei rund 62,50 Dollar. Ob Nike den Turnaround schafft oder die Rabattschlacht nur der Anfang einer längeren Schwächephase war – die kommenden Wochen werden es zeigen.

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