Nike Aktie: Zoll-Chaos belastet
Es sah nach einem wichtigen juristischen Sieg aus: Der US Supreme Court kippte am Freitag die umstrittenen IEEPA-Zölle der US-Regierung. Doch die Erleichterung für den Handel währte nur wenige Stunden. Präsident Trump reagierte umgehend mit neuen globalen Einfuhrabgaben, die Nike als importabhängigen Konzern direkt treffen. Statt der erhofften Entspannung herrscht nun wieder Ungewissheit über die Kostenstruktur des Sportartikelherstellers.
Juristisches Tauziehen drückt den Kurs
Der Auslöser für den heutigen Kursrückgang liegt in Washington. Zwar urteilte das Oberste Gericht mit einer 6-zu-3-Mehrheit, dass der "International Emergency Economic Powers Act" (IEEPA) dem Präsidenten keine Befugnis für Zölle verleiht. Doch die Administration nutzte umgehend eine andere rechtliche Grundlage: Auf Basis von "Section 122" des Handelsgesetzes von 1974 wurde eine vorläufige Abgabe von 15 Prozent auf globale Importe verhängt.
Für Nike ist dies ein direkter Treffer in die Bilanzstruktur. Der Konzern lässt den Großteil seiner Schuhe und Bekleidung in Asien – mit Vietnam als wichtigstem Standort – fertigen. Egal auf welcher rechtlichen Basis die Zölle erhoben werden: Höhere Importkosten belasten die Marge, sofern sie nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Marktbeobachter sehen darin ein signifikantes Risiko für die kurzfristige Gewinnentwicklung.
Operationelle Hürden bleiben bestehen
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Die politische Unsicherheit trifft Nike in einer ohnehin schwierigen Phase. Die Aktie verlor zum Wochenstart fast 5 Prozent und notiert aktuell bei rund 52,78 Euro. Damit nähert sich der Kurs wieder dem 52-Wochen-Tief.
Das Unternehmen kämpft bereits mit internen Herausforderungen. Im Geschäftsjahr 2025 sanken die Umsätze um 10 Prozent, während der Nettogewinn um über 40 Prozent einbrach. Auch die jüngsten Zahlen vom Dezember zeigten sinkende Bruttomargen. Besonders die Tochtergesellschaft Converse bremst die Entwicklung; hier stehen Berichten zufolge Umstrukturierungen und ein Stellenabbau bevor. Die neuen Zölle verschärfen diese fundamentale Situation zusätzlich.
Blick auf die Quartalszahlen
Die Situation bleibt volatil, da die neuen Zölle gemäß "Section 122" zunächst auf 150 Tage begrenzt sind und danach die Zustimmung des Kongresses benötigen. Klarheit über die finanziellen Auswirkungen wird der 19. März 2026 bringen. An diesem Datum plant Nike die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal, wobei der Fokus der Anleger auf der angepassten Prognose des Managements liegen dürfte.
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