Newmont Mining Aktie: Markt wächst!
Gold auf Rekordniveau, Newmont nahe Jahreshoch – die Kombination sorgt derzeit für reichlich Aufmerksamkeit. Während der Goldpreis die Marke von 4.500 Dollar je Unze übersprungen hat, arbeitet sich die Aktie des größten Goldproduzenten der Welt an ihr 52‑Wochen-Hoch heran. Gleichzeitig muss der Konzern operative Rückschläge verkraften und erlebt ein spürbares Umschichten bei Großinvestoren. Wie robust ist dieser Aufwärtstrend wirklich?
Goldpreis als Hauptmotor
Der zentrale Treiber hinter der Kursstärke ist der außerordentlich hohe Goldpreis. In dieser Woche hat das Edelmetall erstmals die psychologisch wichtige Marke von 4.500 Dollar je Unze überschritten. Für einen Produzenten wie Newmont bedeutet das: Jeder geförderte und verkaufte Goldbarren bringt deutlich mehr Erlös, ohne dass sich die Kostenstruktur kurzfristig ebenso stark verändert.
Entsprechend profitiert die Aktie direkt von diesem Umfeld. Auf Wochensicht legte sie um rund 7,7 % zu, im vergangenen Monat sogar um gut 35 %. Mit einem Schlusskurs von 108,99 US‑Dollar am Freitag liegt der Titel nur noch minimal unter dem frischen 52‑Wochen-Hoch von 109,20 Dollar – der Markt preist also bereits einen großen Teil des Goldbooms ein.
Technisch unterstreichen die gleitenden Durchschnitte den Aufwärtstrend: Der Kurs notiert klar über dem 50‑Tage- und dem 200‑Tage-Durchschnitt, der Abstand zur 200‑Tage-Linie beträgt mehr als 60 %. Das signalisiert einen etablierten Bullenmarkt in der Aktie, auch wenn der hohe Abstand zu den Durchschnittswerten zugleich auf ein bereits sehr weit gelaufenes Momentum hinweist.
Umschichtungen bei Großanlegern
Parallel zur Kursrally verändern institutionelle Investoren ihre Positionierung. Die jüngsten Berichte zeigen, dass einige Adressen Gewinne sichern, während andere ihre Engagements deutlich aufstocken.
Wichtige Bewegungen im Überblick:
- SG Americas Securities LLC hat im dritten Quartal rund 121.330 Aktien verkauft und damit seine Position um etwa 56,6 % reduziert.
- Abbington Investment Group ist neu eingestiegen und hat rund 15.420 Aktien erworben.
- Robeco Institutional Asset Management hat seine Beteiligung kräftig ausgebaut und mehr als 2,7 Millionen Aktien hinzugekauft.
Diese Rotation deutet auf unterschiedliche Einschätzungen des Chance-Risiko-Profils hin: Nach einem Wertzuwachs von deutlich über 100 % innerhalb eines Jahres nehmen einige Investoren offenbar Gewinne mit. Andere hingegen setzen darauf, dass der Superzyklus im Goldmarkt und die daraus resultierenden Cashflows von Newmont die Bewertung weiter antreiben können.
Operative Belastung: Boddington & Ghana
Die glänzenden Goldpreis-Fundamentaldaten werden durch operative Herausforderungen überlagert. In Australien musste Newmont einen Rückschlag bei der wichtigen Boddington-Mine hinnehmen. Nahegelegene Waldbrände haben Wasserinfrastruktur beschädigt, sodass die Anlage derzeit nur mit rund 50–60 % der Kapazität läuft.
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Konkrete Folge: Für das erste Quartal 2026 rechnet der Konzern mit einem Produktionsrückgang von etwa 60.000 Unzen Gold. Die Kernanlagen wurden zwar nicht beschädigt, die Reparaturen der Wasserzufuhr sollen bis Februar abgeschlossen sein. Damit bleibt der finanzielle Effekt zeitlich begrenzt, kurzfristig schmälert die geringere Produktion aber den Output in einem Umfeld, in dem jeder zusätzliche Goldbarren besonders lukrativ wäre.
Auf der regulatorischen Seite gab es hingegen Entlastung. In Ghana wurde Newmont in dieser Woche offiziell von Vorwürfen freigesprochen, den Fluss Tano verschmutzt zu haben. Lokale Mandatsträger in der Gemeinde Tano North schrieben die Umweltbelastung illegalem „Galamsey“-Kleinbergbau zu. Damit fällt ein potenzielles Reputations- und Regulierungsrisiko weg, das im Extremfall zu Auflagen oder Produktionsbeschränkungen hätte führen können.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Trotz der temporären Produktionsdelle bleibt die Stimmung der Analysten deutlich positiv. Hintergrund ist vor allem die enorme Ertragskraft, die sich aus den Rekordpreisen für Gold ergibt. Bei gleichbleibenden oder nur moderat steigenden Kosten fließt ein großer Teil der zusätzlich erzielten Umsätze direkt in den freien Cashflow.
Mehrere große Häuser haben ihre Modelle entsprechend angepasst:
- UBS hat das Kursziel auf 125 US‑Dollar angehoben und bleibt bei einer Kaufempfehlung.
- Jefferies bestätigt ebenfalls „Buy“ mit einem Ziel von 120 US‑Dollar.
Die Mehrheit der Einschätzungen läuft darauf hinaus, dass die starken Cashflows aus der aktuellen Goldpreisphase die temporären Einbußen in Boddington deutlich überkompensieren. Solange der Goldpreis in der Nähe der neuen Rekordmarken bleibt, sehen die Analysten weiteres Aufwärtspotenzial für die Bewertung.
Fazit: Starker Trend mit klaren Stellschrauben
Newmont profitiert derzeit in vollem Umfang von einem außergewöhnlich starken Goldmarkt und hat die Aktie in einen ausgeprägten Aufwärtstrend geführt, der sie bis an das 52‑Wochen-Hoch getragen hat. Die jüngsten Umschichtungen institutioneller Anleger spiegeln einen Mix aus Gewinnmitnahmen und neuer Zuversicht wider, wobei die Zuflüsse großer Adressen auf anhaltendes Vertrauen in die Story schließen lassen.
Kurzfristig ist der Produktionsrückgang in Boddington der wichtigste operative Gegenwind, dürfte jedoch nach aktueller Planung bis Ende des ersten Quartals weitgehend ausgestanden sein. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf bleiben damit zwei Faktoren: die Dauer des Goldpreis-Booms auf oder nahe 4.500 Dollar je Unze und die Frage, ob Newmont die angekündigten Reparaturen planmäßig abschließt und damit wieder zur vollen Produktionskapazität zurückkehrt.
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