Bank of America setzt bei Newmont den Rotstift nicht an, sondern hebt die Latte höher. Das neue Kursziel liegt deutlich über dem bisherigen – und die Begründung liefert das Unternehmen selbst: starke Quartalszahlen, viel freier Cashflow und ein spürbar abgebauter Schuldenberg. Doch was steckt hinter dem wachsenden Optimismus?

Bank of America wird zuversichtlicher

Am Freitag hat Bank of America das Kursziel für Newmont von 134 auf 151 US-Dollar angehoben und das „Buy“-Rating bestätigt. Solche Anpassungen kommen selten aus dem Nichts: Sie sind meist ein Signal, dass sich die Erwartungen an Ertragskraft und Finanzstabilität verbessert haben.

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In den Kursdaten spiegelt sich die positive Stimmung zumindest teilweise wider: Der Titel schloss am Freitag bei 110,06 Euro und notiert damit nur knapp unter seinem 52‑Wochen‑Hoch (110,50 Euro).

Starke Zahlen – und ein „Cashflow-Argument“

Rückenwind bekam die Neubewertung durch die im Februar veröffentlichten Zahlen zum vierten Quartal. Newmont meldete einen Gewinn je Aktie von 2,52 US‑Dollar und lag damit klar über dem Analystenkonsens von 1,81 US‑Dollar. Auch beim Umsatz überzeugte das Unternehmen: 6,82 Milliarden US‑Dollar bedeuten ein Plus von 20,6% gegenüber dem Vorjahr und mehr als die erwarteten 6,18 Milliarden.

Noch wichtiger für viele Anleger: die Finanzkraft. Laut Unternehmensangaben erreichte der freie Cashflow im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordwert von 7,3 Milliarden US‑Dollar. Gleichzeitig reduzierte Newmont seine Schulden um 3,4 Milliarden US‑Dollar und wies am Ende sogar eine Netto-Cash-Position von 2,1 Milliarden US‑Dollar aus. Das ist ein starkes Fundament – gerade in einem kapitalintensiven Geschäft.

Für 2026 stellt Newmont eine Goldproduktion von rund 5,3 Millionen Unzen in Aussicht. Die sogenannten All-in Sustaining Costs (also die laufenden Gesamtkosten je Unze) sollen bei etwa 1.680 US‑Dollar pro Unze liegen. Damit liefert das Unternehmen eine konkrete Leitplanke, wie teuer die Produktion im kommenden Jahr voraussichtlich wird.

Dividende leicht erhöht, Analysten mehrheitlich positiv

Zusätzlich hat Newmont die Quartalsdividende auf 0,26 US‑Dollar je Aktie angehoben (zuvor 0,25 US‑Dollar). Ex-Dividenden-Tag ist der 2. März 2026, Auszahlungstermin der 26. März 2026. Hochgerechnet ergibt sich eine Jahresdividende von 1,04 US‑Dollar; die Ausschüttungsquote liegt laut MarketBeat bei 22,1%.

Beim Analystenkonsens ergibt sich ein insgesamt freundliches Bild: MarketBeat spricht von „Moderate Buy“. Neben dem neuen Ziel der Bank of America werden auch andere, teils deutlich höhere Zielmarken genannt – etwa 175 US‑Dollar (Stifel Nicolaus), 158 US‑Dollar (Jefferies) oder 140 US‑Dollar (BMO Capital Markets).

Unterm Strich stützt sich die Aufwärtsrevision vor allem auf drei Punkte: bessere Ergebnisqualität, außergewöhnlich starker freier Cashflow und eine Bilanz, die durch Schuldenabbau sichtbar robuster geworden ist – ergänzt durch eine moderate, aber gut abgesicherte Dividendenerhöhung mit klaren Terminen in den kommenden Wochen.

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