Barrick bekommt heute Rückenwind von Analysten – doch im Hintergrund brodelt ein Konflikt, der für das Unternehmen strategisch heikel ist. Denn ausgerechnet im wichtigen Nevada-Joint-Venture mit Newmont steht ein Vorwurf im Raum, der die operative Planung erschwert. Wie groß ist das Risiko, dass der Streit auch die geplante Ausgliederung in Nordamerika ausbremst?

Ärger im Nevada-Joint-Venture

Auslöser der aktuellen Unsicherheit ist eine offizielle Mängelrüge, die Newmont am 20. Februar an Barrick geschickt hat. Der Vorwurf: Das Management habe entgegen vertraglichen Regeln Ressourcen aus dem gemeinsamen Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM) zum firmeneigenen Fourmile-Projekt umgeleitet.

Barrick weist die Anschuldigungen laut CEO Mark Hill zurück. Trotzdem ist die Situation brisant: Das Unternehmen hat nun 30 Tage Zeit, um die gerügten Mängel zu beheben. Und NGM ist kein Nebenschauplatz – Schätzungen zufolge hängen rund 60% des Marktwerts von Barrick an diesem Joint Venture.

IPO-Pläne unter Beobachtung

Der Zeitpunkt ist ungünstig. Barrick hat kürzlich bekräftigt, bis Ende 2026 rund 10 bis 15% seiner nordamerikanischen Gold-Vermögenswerte per Börsengang auszugliedern.

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Genau hier könnte der Streit zum Stolperstein werden. Beobachter warnen, dass ausgerechnet die Auseinandersetzung um Nevada Gold Mines – ein Kernstück dieser geplanten Ausgliederung – den Zeitplan und vor allem die Bewertung eines IPO deutlich komplizierter machen könnte. Kurz gesagt: Je größer die Rechts- und Betriebsrisiken wirken, desto schwieriger wird es, Investoren einen sauberen Equity-Case zu verkaufen.

Analysten: Rückenwind trotz Risiken

Trotz der operativen und juristischen Unsicherheiten bleibt die Stimmung an der Wall Street überwiegend positiv. Laut Daten vom heutigen 23. Februar 2026 kommt Barrick bei 22 Analystenhäusern im Schnitt auf „Moderate Buy“ – gestützt von 17 Kauf-, drei Halte- und zwei „Strong Buy“-Einstufungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 55,25 US-Dollar.

Diese Zuversicht speist sich vor allem aus den jüngsten Quartalszahlen: Barrick übertraf die Erwartungen beim Gewinn je Aktie mit 1,04 US-Dollar (Konsens: 0,85 US-Dollar). Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 44,6% auf 5,98 Mrd. US-Dollar. Zusätzlich wurde die Quartalsdividende auf 0,42 US-Dollar angehoben.

Unterm Strich notiert die Aktie heute bei 41,15 Euro und liegt damit leicht im Plus – doch die nächsten Wochen dürften weniger von Quartalszahlen als von der 30-Tage-Frist im Streit mit Newmont geprägt sein.

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