Der Streaming-Gigant gerät von zwei Seiten unter massiven Beschuss. Während ein aktivistischer Investor gegen die geplante Milliarden-Übernahme von Warner Bros. Discovery mobil macht, sorgen umfangreiche Aktienverkäufe der eigenen Führungsriege für zusätzliche Verunsicherung. Der Kurs reagierte gestern prompt und markierte ein neues 52-Wochen-Tief.

Insider machen Kasse

Besonders die Transaktionen aus der Chefetage drückten am Donnerstag auf die Stimmung. CEO Gregory Peters trennte sich am 10. Februar von einem Aktienpaket im Wert von rund 2,27 Millionen Dollar und reduzierte seinen Bestand damit um über 18 Prozent. Auch weitere Führungskräfte, darunter der Chief Legal Officer David A. Hyman, nutzten das Preisniveau für Verkäufe. Marktteilnehmer werten solche gehäuften Insider-Verkäufe oft als Signal fehlender kurzfristiger Kursfantasie, was das Handelsvolumen gestern deutlich über den Durchschnitt trieb.

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Gegenwind für den Mega-Deal

Noch schwerer wiegt jedoch der eskalierende Konflikt um die geplante 82,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery. Der aktivistische Investor Ancora Holdings, der Anteile im Wert von fast 200 Millionen Dollar hält, bezeichnete das Netflix-Angebot als „minderwertig“. Ancora kündigte an, auf der kommenden Hauptversammlung gegen den Deal zu stimmen, solange Warner Bros. seine Empfehlung nicht ändert.

Die Situation verschärft sich durch ein aggressives Störmanöver der Konkurrenz: Paramount Skydance hat sein Gegenangebot am 10. Februar deutlich nachgebessert. Die Offerte bewertet Warner Bros. inklusive Schulden nun mit 108,4 Milliarden Dollar und beinhaltet zudem die Übernahme der 2,8 Milliarden Dollar hohen Auflösungsgebühr, die bei einem Scheitern des Netflix-Deals fällig würde.

Operative Stärke als Puffer?

Fundamental zeigt sich das Kerngeschäft von Netflix trotz der M&A-Turbulenzen stabil. Das Unternehmen übertraf im vierten Quartal 2025 mit einem Umsatzsprung von 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar die Erwartungen der Wall Street. Auch der Gewinn je Aktie lag mit 0,56 Dollar über den Konsensschätzungen, und die Prognose für das erste Quartal 2026 deutet auf weiteres Ertragswachstum hin.

Trotz dieser soliden Zahlen notiert die Aktie aktuell rund 39 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Während Analysten mit einem durchschnittlichen Kursziel von 116,08 Dollar weiterhin Potenzial sehen, liegt der Fokus nun auf der Reaktion des Warner-Managements. Da Warner Bros. angekündigt hat, das erhöhte Paramount-Angebot zu prüfen, bleibt die Unsicherheit für Netflix-Aktionäre bis zu einer endgültigen Entscheidung bestehen.

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