Ethereum: Technische Zeitenwende
Die Ethereum Foundation hat am 11. Februar den ersten L1-zkEVM-Workshop abgehalten – der offizielle Startschuss für eine der weitreichendsten Architektur-Änderungen in der Geschichte des Netzwerks. Statt wie bisher jede Transaktion erneut auszuführen, könnten Validatoren künftig auf kryptografische Beweise setzen. Das könnte die Anforderungen an Hardware drastisch senken und Solo-Staking wieder attraktiver machen.
Was sich hinter EIP-8025 verbirgt
Der Vorschlag führt sogenannte „Execution Proofs" als alternative Validierungsmethode ein. Bisher muss jeder Validator im Ethereum-Netzwerk sämtliche Transaktionen eines Blocks eigenständig nachvollziehen – ein Prozess, der mit steigender Netzwerkaktivität immer ressourcenintensiver wird.
Mit EIP-8025 könnten spezialisierte Validatoren, genannt „zkAttesters", Blöcke stattdessen mittels Zero-Knowledge-Proofs verifizieren. Der entscheidende Punkt: Die Änderung benötigt keine Hard Fork und bleibt vollständig rückwärtskompatibel. Nodes können weiterhin wie gewohnt arbeiten, während andere auf die neue Methode umsteigen.
Die Beweise würden über das Peer-to-Peer-Netzwerk der Konsensebene verteilt. Aktuell diskutiert wird eine Schwelle von drei von fünf Proofs – genug unabhängige Bestätigungen, um einen Block zu akzeptieren, ohne die Client-Diversität zu gefährden.
Technische Voraussetzungen
Die Umsetzung hängt von ePBS (Enshrined Proposer-Builder Separation) ab, das mit dem kommenden Glamsterdam-Upgrade eingeführt werden soll. Ohne ePBS bleiben für die Beweiserstellung nur ein bis zwei Sekunden Zeit – zu knapp für Echtzeit-Proving. Mit ePBS dehnt sich das Zeitfenster auf sechs bis neun Sekunden aus, was die Machbarkeit erhöht.
Foundation-Researcher Ladislaus.eth betonte, dass das Erzeugen von Proofs „außerhalb von Rechenzentren möglich bleiben" müsse. Die optionale Struktur zielt darauf ab, Hardware-, Speicher- und Bandbreitenanforderungen zu reduzieren. Langfristig könnten Solo-Staker und Home-Validatoren wieder ohne vollständigen Execution-Layer-State teilnehmen – bei gleichzeitig höheren Gas-Limits.
Entwicklungen im Kontext
Der L1-zkEVM-Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ethereums Skalierung auf der Basisschicht schneller voranschreitet als erwartet. ENS Labs stellte kürzlich sein Namechain-Layer-2-Projekt ein, nachdem die Gas-Kosten für ENS-Registrierungen im vergangenen Jahr um 99 Prozent gefallen waren – eine Folge der Erhöhung des Gas-Limits von 30 auf 60 Millionen.
Parallel dazu hat die Foundation am 5. Februar ihr „Trillion Dollar Security Dashboard" gestartet, das öffentliche Sicherheitsüberwachung für ein Ökosystem mit über 600 Milliarden Dollar On-Chain-Kapital bietet.
Die am 12. Februar von Foundation-Mitglied trent.eth bestätigten „bedeutenden Updates in 2026" deuten darauf hin, dass die Arbeiten deutlich weiter fortgeschritten sind als bisher öffentlich bekannt. Der erste Breakout-Call behandelte sechs zentrale Entwicklungsfelder: Standardisierung von Execution Witness und Guest Programs, Konsensebenen-Integration, Prover-Infrastruktur, Benchmarking sowie formale Sicherheitsverifikation.
EIP-8025 ist noch nicht ausgereift genug für finale Upgrade-Entscheidungen. Die optionale Ausgestaltung erlaubt ausgiebige Tests, bevor über einen möglichen verpflichtenden Übergang entschieden wird. Entwicklerteams arbeiten nun an der Standardisierung des ExecutionWitness-Formats und an Benchmarks, die Gas-Verbrauch mit Proving-Zyklen verknüpfen – Metriken, die über die Mainnet-Tauglichkeit entscheiden werden.
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