Netflix Aktie: Frischer Marktimpuls!
Warner Bros. Discovery (WBD) steht vor einer entscheidenden Woche: Netflix hat dem Konzern eine kurze Frist eingeräumt, um mit dem Rivalen Paramount Skydance zu sprechen. Damit steigt der Druck auf alle Beteiligten – denn am Ende könnte nicht nur der Preis, sondern auch der Zuschnitt des Deals ganz anders aussehen.
Im Kern geht es um eine einfache Frage: Kommt bis zum Ablauf der Frist ein höheres Angebot auf den Tisch – und zieht Netflix dann nach?
- Aktionärsvotum zur Netflix-Fusion: 20. März
- Befristete Gesprächserlaubnis mit Paramount: bis 23. Februar
- Netflix-Angebot: 27,75 US-Dollar je Aktie (Barangebot)
- Paramount-Indikation: 31 US-Dollar je Aktie (nicht final)
- Unternehmenswert-Angebot Netflix: 82,7 Mrd. US-Dollar
Aktionäre stimmen im März ab
WBD hat gestern angekündigt, am 20. März eine außerordentliche Hauptversammlung abzuhalten. Dort sollen die Aktionäre über den geplanten Zusammenschluss mit Netflix abstimmen. Laut Mitteilung hat der Konzern zudem die endgültige Proxy-Unterlage bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und mit dem Versand an die Aktionäre begonnen.
Der Verwaltungsrat empfiehlt die Transaktion weiterhin einstimmig. In der Mitteilung bezeichnet WBD das Netflix-Angebot als „überlegen“ für die Aktionäre und betont ein „praktisch nicht vorhandenes Finanzierungsrisiko“.
Netflix erlaubt Gespräche mit Paramount – aber nur kurz
Netflix hat WBD eine siebentägige Ausnahmeregelung gewährt. Sie erlaubt Gespräche mit Paramount Skydance bis zum 23. Februar. Ziel sei laut WBD, den Aktionären mehr Klarheit zu verschaffen und Paramount die Möglichkeit zu geben, ein „bestes und finales“ Angebot vorzulegen.
Brisant: In einer WBD-Einreichung heißt es, ein ranghoher Paramount-Vertreter habe einem WBD-Verwaltungsratsmitglied signalisiert, man würde bei wieder aufgenommenen Gesprächen 31 US-Dollar je Aktie zahlen – und das sei nicht der letzte Stand.
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos kommentierte den Schritt gegenüber CNBC und warf Paramount vor, bei Aktionären Verwirrung zu stiften. Zur Frage, wie weit Netflix im Zweifel mitgehen würde, äußerte er sich nicht. Der aktuelle Netflix-Deal sieht 27,75 US-Dollar je Aktie in bar vor – allerdings bezogen auf WBDs Streaming- und Studio-Assets.
Zwei Angebote, zwei sehr unterschiedliche Deals
Der Konflikt liegt nicht nur im Preis, sondern auch in der Struktur: Netflix zielt mit dem Deal auf die Streaming- und Studiosparte (unter anderem Warner Bros. Entertainment, DC Studios und HBO Max). Paramount Skydance dagegen will Warner Bros. Discovery komplett übernehmen.
Zusätzlicher Hebel: Paramount habe laut früheren Unterlagen signalisiert, die Abbruchgebühr von 2,8 Mrd. US-Dollar zu übernehmen, falls WBD den bestehenden Vertrag mit Netflix kündigt.
Kursreaktion und nächste Termine
An der Börse kam Bewegung auf: WBD legte am Dienstag nach den Ankündigungen um rund 3% zu. Paramount gewann im Tagesverlauf etwa 5–6%. Netflix gab um mehr als 1% nach, während der Markt eine mögliche Bieterkonkurrenz einpreiste.
Parallel läuft die Prüfung durch Behörden in den USA, Großbritannien und der EU. Zudem stellt sich Widerstand: Der aktivistische Investor Ancora Alternatives hat sich öffentlich gegen den Netflix-Deal positioniert und spricht sich für Gespräche mit Paramount aus.
Bis Sonntag muss Paramount ein verbessertes Angebot konkretisieren, wenn es die Chance nutzen will. Netflix behält derweil Matching Rights aus dem bestehenden Vertrag – und kann damit auf ein höheres Gebot reagieren.
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