Netflix Aktie: Bieterrunde verlängert
Netflix gibt Warner Bros. Discovery (WBD) für sieben Tage mehr Spielraum – und heizt damit den Übernahmepoker um die Streaming- und Studio-Assets weiter an. Hintergrund ist ein konkurrierendes, als feindlich beschriebenes Barangebot von Paramount Skydance, das den Netflix-Deal ausstechen soll. Die zentrale Frage: Wer legt am Ende das überzeugendere Paket auf den Tisch – finanziell und regulatorisch?
- Waiver-Frist: bis Montag (läuft in sieben Tagen aus)
- Hauptversammlung (Sondermeeting) bei WBD: 20. März
- Netflix-Angebot: 27,75 US-Dollar je Aktie (Bar)
- Paramount-Angebot: 30 US-Dollar je Aktie (Bar), intern genannt: 31 US-Dollar bei Wiederaufnahme der Gespräche
Sieben Tage „Klarheit“ – und mehr Druck
WBD teilte Dienstag mit, man habe von Netflix eine begrenzte Freigabe erhalten, um bis Montag erneut mit Paramount Skydance zu sprechen. Laut WBD soll das „Klarheit“ für Aktionäre schaffen und Paramount Skydance die Möglichkeit geben, ein „bestes und finales“ Angebot vorzulegen.
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos begründete den Schritt in einem CNBC-Interview scharf: Paramount habe bei Aktionären Verwirrung gestiftet. Die befristete Öffnung solle „vollständige Klarheit und Sicherheit“ bringen.
WBD machte zudem eine konkrete Zahl öffentlich: Ein ranghoher Paramount-Vertreter habe einem WBD-Boardmitglied signalisiert, Paramount würde 31 US-Dollar je Aktie zahlen, falls die Gespräche wieder aufgenommen werden. Das liegt über dem laufenden 30-Dollar-Tender-Offer. Netflix liegt mit 27,75 US-Dollar pro Aktie darunter.
Aktionärsvotum am 20. März – Netflix behält Nachziehrecht
Parallel setzte WBD eine außerordentliche Aktionärsversammlung auf den 20. März an. Der Vorstand empfiehlt nach eigenen Angaben weiterhin einstimmig die Transaktion mit Netflix und stellt sich damit gegen das Paramount-Angebot.
Netflix nannte den Termin einen wichtigen Meilenstein. Gleichzeitig kritisierte der Konzern das Vorgehen von Paramount Skydance als anhaltende Ablenkung für WBD-Aktionäre und die Branche.
Wichtig für den weiteren Verlauf: Nach Ablauf der sieben Tage behält Netflix laut bestehender Fusionsvereinbarung seine Matching Rights. Damit kann Netflix auf ein verbessertes Paramount-Angebot reagieren und nachziehen.
Regulierung: Beide Seiten mit offenen Flanken
Beide Deals dürften auf strenge Prüfung treffen. Netflix argumentiert seit Längerem, die eigene Transaktion habe bessere Chancen auf eine Freigabe – unter anderem, weil sie Arbeitsplätze in einem angeschlagenen Medienumfeld sichern könne.
Sarandos widersprach außerdem Paramounts Darstellung eines regulatorischen Vorteils. Paramount Skydance habe keinen schnelleren Weg durch die Behörden, sagte er, und stellte öffentlich infrage, warum die Ellisons einen „Insider-Zugang“ zum Justizministerium andeuten würden.
Paramount steht seinerseits vor Fragen zur Finanzierung: Ein Teil soll aus Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Abu Dhabi und Katar kommen. Netflix erwartet, dass sowohl das CFIUS in den USA als auch europäische Behörden diese Investoren genau prüfen.
Am Markt kam die Nachricht zunächst gut an: WBD stieg am Dienstag um rund 3%, Paramount um etwa 5%.
Im nächsten Schritt ist der Zeitplan klar: Bis Montag laufen die Gespräche im Rahmen der Waiver-Frist, danach rückt das Aktionärsmeeting am 20. März als entscheidender Fixpunkt näher – während Netflix sein Nachziehrecht als taktisches Sicherheitsnetz behält.
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