Netflix Aktie: Guthaben schrumpft?
Der Streaming-Gigant gerät zunehmend in die Zange. Während das US-Justizministerium die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery kritisch prüft, droht Gefahr von unerwarteter Seite: Paramount Global hat ein konkurrierendes Angebot vorgelegt. Für Netflix steht bei diesem 82,7-Milliarden-Dollar-Deal nun die Marktvorherrschaft auf dem Spiel.
Kartellrechtlicher Druck steigt
Die Hürden für den Zusammenschluss mit der HBO-Mutter Warner Bros. Discovery wachsen täglich. Das Justizministerium untersucht intensiv, ob die Fusion den Wettbewerb im Streaming-Sektor unfair einschränkt. Ein kombiniertes Angebot aus Netflix und HBO Max würde eine enorme Marktmacht darstellen.
Co-CEO Ted Sarandos verteidigte das Vorhaben zwar kürzlich vor dem Senat mit dem Argument, die wahre Konkurrenz seien Plattformen wie YouTube und TikTok, doch die Regulierer bleiben skeptisch. Die Situation verschärft sich durch das feindliche Gegenangebot von Paramount Global. Der Konkurrent bietet Berichten zufolge 30 US-Dollar je Aktie in bar. Netflix sieht sich dadurch gezwungen, das eigene Angebot auf rund 27,75 US-Dollar nachzubessern, um die Unterstützung des Warner-Boards nicht zu verlieren.
Anleger strafen Unsicherheit ab
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Der kostspielige Bieterwettstreit und die regulatorischen Risiken hinterlassen tiefe Spuren im Kurs. Die Aktie notiert aktuell bei rund 82,20 US-Dollar und damit weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch von über 134 US-Dollar. Marktteilnehmer sorgen sich vor allem um die kurzfristige Liquidität des Konzerns, da für die Finanzierung des Barangebots laufende Aktienrückkaufprogramme ausgesetzt wurden.
Trotz der momentanen Volatilität bewerten Analysten die langfristigen Aussichten differenzierter. Das mittlere Kursziel liegt weiterhin im Bereich von 114 bis 116 US-Dollar. Experten sehen in der potenziellen Erweiterung der Content-Bibliothek einen entscheidenden strategischen Vorteil in der laufenden Branchenkonsolidierung, bei der auch Konkurrenten wie Disney ihre Plattformen aggressiv ausbauen.
Klarheit über die genauen finanziellen Belastungen des Übernahmekampfes dürfte erst der Bericht zum ersten Quartal bringen. Die Zahlen werden voraussichtlich im April veröffentlicht und zeigen, ob die Bilanz den aggressiven Expansionskurs tragen kann.
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