Der geplante Mega-Deal wackelt gewaltig. Eigentlich wollte sich Netflix wichtige Assets von Warner Bros. Discovery sichern, doch nun grätscht Konkurrent Paramount Global dazwischen. Mit einem deutlich nachgebesserten Angebot und neuen finanziellen Anreizen setzt der Rivale Netflix seit gestern unter massiven Zugzwang.

Paramount erhöht den Druck

Paramount hat das feindliche Übernahmeangebot am Dienstag aggressiv aufgebessert, um die Aktionäre von Warner Bros. Discovery (WBD) auf seine Seite zu ziehen. Der Medienkonzern bietet nun eine sogenannte "Ticking Fee" von 0,25 Dollar pro Aktie und Quartal an, sollte sich der Abschluss über das Jahr 2026 hinaus verzögern. Dies entspräche vierteljährlichen Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar an die WBD-Eigner.

Besonders brisant ist ein weiteres Detail der Offerte: Paramount verpflichtet sich, die Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar komplett zu übernehmen, die WBD bei einem Platzen des Deals an Netflix zahlen müsste. Damit nimmt der Herausforderer eine der größten finanziellen Hürden für einen Wechsel aus dem Spiel.

Kampf um die Kronjuwelen

Für Netflix steht viel auf dem Spiel. Die im Dezember 2025 angekündigte Transaktion umfasst den Kauf der Studio- und Streaming-Sparte von WBD für rund 82,7 Milliarden Dollar in bar. Damit würde sich der Streaming-Marktführer Top-Franchises wie Game of Thrones, Harry Potter und das DC-Universum einverleiben.

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Paramount hingegen zielt mit seinem Angebot von 30 Dollar je Aktie auf die komplette Übernahme von Warner Bros. Discovery ab. Inklusive Schulden wird das Unternehmen dabei mit 108,4 Milliarden Dollar bewertet. Das Board von WBD hält bisher an der Vereinbarung mit Netflix fest, kündigte aber eine Prüfung der neuen Konditionen an.

Insider-Verkäufe und starke Zahlen

Während der Poker um die Übernahme läuft, sorgte ein Insider-Verkauf bei Netflix kurzzeitig für Aufsehen. Finanzvorstand Spencer Neumann veräußerte am 6. Februar Aktien im Wert von rund 751.585 Dollar. Da dieser Verkauf jedoch über einen automatisierten Handelsplan (Rule 10b5-1) abgewickelt wurde, ist er nicht als skeptisches Signal des Managements zu werten.

Operativ präsentierte sich Netflix zuletzt robust. Der Umsatz im vierten Quartal stieg um 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag bei 0,56 Dollar. Für das laufende erste Quartal 2026 stellt der Konzern einen Gewinn je Aktie von 0,76 Dollar in Aussicht.

Unabhängig vom Ausgang des Bietergefechts droht Gegenwind aus Washington. Das US-Justizministerium prüft bereits die kartellrechtlichen Folgen einer möglichen Verbindung zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery. Da Paramount seine Angebotsfrist bis zum 2. März 2026 verlängert hat, bleiben die kommenden Wochen entscheidend für die Neuordnung der Streaming-Landschaft.

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